Mister Gay Germany am Kölner Hauptbahnhof ausgeraubt

Auch ein weiterer Teilnehmer an der Wahl zum Mister Gay Germany wurde am Hauptbahnhof ausgeraubt

Chicos Productions

In Köln wurde der amtierende Mister Gay Germany, Tony Eberhardt, gestern am Hauptbahnhof ausgeraubt. Schon einen Tag zuvor wurde einer der Kandidaten für Eberhardts Nachfolge ebenfalls am Kölner Hauptbahnhof beraubt. Das berichten die Veranstalter der Mister-Wahl auf Facebook.

Geldbeutel am hellichten Tag entrissen

Demnach wurde Tony Eberhardt am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, am helllichten Tag auf dem Hauptbahnhof ausgeraubt. Der amtierende Mister Gay Germany war auf dem Weg zum Flughafen, als ihm in der Bahnhofshalle der Geldbeutel von zwei Männern gewaltsam entrissen wurde. Darin befanden sich neben Bargeld und der EC-Karte auch seine Ausweise.

Bereits wenige Stunden zuvor wurde ein Teilnehmer an der Schönheitskonkurrenz zum Opfer eines Diebstahls. Am Vortag brachte Holger, einer der Kandidaten für die diesjährige Wahl zum Mister Germany, drei Begleiterinnen zum Zug, als er am Hauptbahnhof bestohlen wurde. Offenbar wurde er von einer Gruppe Männern beobachtet. Kurz darauf stahlen sie ihm den Geldbeutel mit dem Anrempeltrick. Und auch hier waren neben dem Geld auch Bankkarten und Ausweise Teil der Beute.

An diesem Wochenende fand in Köln die Vorausscheidung für die Wahl zum Mister Gay Germany 2017 statt. Ursprünglich hatten sich mehr als 100 Kandidaten beworben, am Samstag mussten sich die letzten 20 von ihnen in verschiedenen Wettbewerben beweisen. Übrig blieben nun acht Bewerber, die nun am Finale teilnehmen. Dieses ist ebenfalls in Köln geplant.

„Warum gibt es zu wenig Sicherheitskräfte?“

Doch offenbar sind sich die Veranstalter nach den Übergriffen nicht mehr sicher, ob ihre Heimatstadt der richtige Ort ist: „Kann man also seit diesem Jahr beim Kölner Hauptbahnhof nicht mehr von einem sicheren Ort sprechen? Warum stehen scheinbar zu wenig Sicherheitskräfte zur Verfügung?“, fragen die Veranstalter der Mister Gay Germany-Wahl deshalb auf Facebook. Das Team sei entsetzt, fügen die hinzu.

Und sie erinnern daran, dass sie sich eigentlich für ihre Heimatstadt einsetzen: So haben sie im April bei der Wahl zum Mister Gay World in Malta mit einer „Pink Nose Aktion“ versucht, das Image von Köln, das durch die Vorfälle der Silvesternacht gelitten hatte, wieder aufzubessern. „Anscheinend vergeblich“, so die Schlussfolgerung der Organisatoren.