[Video] Das passiert, wenn ein Food-Truck in North Carolina keine Schwulen bedient

So bizarr ist das "Toiletten-Gesetz" in dem US-Bundesstaat in der Praxis

Es ist still geworden um ein Gesetz in North Carolina: Das als „Toiletten-Gesetz“ bekannt gewordene HB2 verbietet es nicht nur Transgender, die öffentlichen Toiletten ihres gelebten Geschlechts zu benutzen, sondern erlaubt auch Geschäftsleiten, Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zu diskriminieren.

Daily Show macht die Probe aufs Exempel

Wie das konkret aussieht, hat jetzt die „Daily Show“ des US-Senders Comedy Central ausprobiert. „Ich wollte den Menschen in North Carolina zeigen, wie HB2 in der Praxis aussieht. Also habe ich einen Food-Truck gemietet, eine Barbecue-Firma erfunden und mich geweigert, Leute zu bedienen, indem ich ihnen gesagt habe, sie sind schwul“, erklärt Comedian Roy Wood Jr.

Unterstützt wurde er dabei vom Journalisten Jordan Klepper. „Man kann es jedem ins Gesicht sagen. Wir bedienen dich nicht. Wir diskriminieren dich, weil du schwul bist“, erklärte dieser einem Mann, der ein Barbecue-Sandwich bestellen wollte. Als dieser antwortete, er sei seit 22 Jahren mit einer Frau verheiratet, antwortete Klepper: „Ich habe ein ungutes Gefühl. Mehr brauchen wir nicht. Sorry.“

Rechtlich ist diese Diskriminierung gedeckt

Was bizarr klingt, ist in North Carolina rechtlich vollständig gedeckt. Denn HB2 erlaubt es Geschäftsleuten, Schwule, Lesben, Bisexuelle oder Transgender aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen nicht zu bedienen. Dabei müssen die Betroffenen nicht einmal einer sexuellen Minderheit angehören. Es reicht, wenn die religiös überzeugten Geschäftsleute das von ihren Kunden vermuten.

Mittlerweile sind auch sieben von zehn Wählern in North Carolina der Überzeugung, dass dieses bizarre Gesetz dem Ruf des US-Bundesstaates schadet. Die „Daily Show“ hat dies nun praktisch vorgeführt. Dass der Republikanische Gouverneur Pat McCrory sich davon allerdings beeindrucken lässt, darf bezweifelt werden.