Fotos im Kleid: 21-jährigem Schwulen droht in Abu Dhabi die Todesstrafe

Der Libanese ist wegen „Werbung für Homosexualität“ und „praktizierter Homosexualität“ vor Gericht

Gefängnis
Symbolbild - Fotolia

In Abu Dhabi könnte ein 21-jähriger Mann aus dem Libanon zum Tode verurteilt werden, weil er Fotos von sich als Drag Queen auf Instagram gepostet hat. Nun muss er sich unter anderem wegen Praktizierung von Homosexualität vor Gericht verantworten. Darauf kann in den Vereinigten Arabischen Emiraten, zu denen Abu Dhabi gehört, die Todesstrafe verhängt werden.

Vor Gericht wurden Bilder des 21-Jährigen gezeigt, in denen er „kurze Bekleidung für Frauen, Perücken und Make-Up“ trägt, wie lokale Medien aus dem Gerichtssaal berichten. Außerdem soll er mit den Bildern auch seine Telefonnummer veröffentlicht haben, um sexuelle Dienstleistungen anzubieten. Deshalb muss er sich wegen „Werbung für Homosexualität“ und „praktizierter Homosexualität“ verantworten.

Undercover-Polizist verhaftete des 21-jährigen Libanesen

Wie eine lokale Internet-Seite schreibt, wurde der Libanese verhaftet, nachdem sich ein Undercover-Polizist, der sich als potentieller Kunde ausgegeben hatte, mit ihm verabredet hatte.

Vor Gericht wies der 21-Jährige alle Vorwürfe von sich. Der Angeklagte sagte, ein Freund habe die Bilder gemacht und ohne sein Wissen veröffentlicht. Die Verhandlung wurde auf den 26. Oktober vertagt.

Die Vereinigten Arabischen Emirate, zu denen neben Abi Dhabi auch Dubai gehört, gehören zu jenen zehn Ländern, in denen die Todesstrafe auf homosexuelle Handlungen verhängt werden kann. Weitere Strafen, die gegen den jungen Mann verhängt werden können, sind Gefängnis, eine Auspeitschung oder eine Kombination aus beidem.