[Update] „Ich brech dir dein Gesicht“: Gruppe greift Schwulen in Linzer Altstadt an

Jugendliche passten 26-Jährigen ab, um ihn zu verprügeln

Alexander St.
privat

Einen schwulenfeindlichen Angriff hat es heute früh in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz gegeben. Ohne erkennbaren Grund ist der 26-jährige Maximilian R. (Name geändert) von einer Gruppe Jugendlicher zusammengeschlagen worden. Er musste im Krankenhaus behandelt werden.

Zunächst wurde der 26-Jährige von einem Jugendlichen angepöbelt

Es war gegen 7.00 Uhr, als der 26-Jährige in der Linzer Altstadt vor einem Lokal von einem Burschen österreichischer Herkunft zunächst homophob beleidigt wurde. „Er sagte mir, ich dürfe nicht mit ihm reden, sonst bricht er mir das Gesicht“, erinnert sich Maximilian R. im Gespräch mit GGG.at. Dem entsprechend lässt der schwule Mann den Jugendlichen in Ruhe – doch trotzdem scheint er ihn und seine Freunde allein durch seine Anwesenheit zu stören.

Wenig später wird Maximilian R. von einer Gruppe Jugendlicher – nach Angaben der Polizei waren es zwei bis drei – abgepasst. Und sie wollen nicht reden. „Mitten ins Gesicht“ hätten sie ihm ohne Vorwarnung und Grund geschlagen, so der 26-Jährige. Und es bleibt nicht bei einem Schlag. „Ich habe mich nicht einmal wehren können – schwer vorzustellen, dass man mir das antut, bei meiner Statur“, so das Opfer.

Die Verletzungen mussten im Krankenhaus versorgt werden

Maximilian R. wurde von Passanten  blutverschmiert bei der Haltestelle  am Hauptplatz gefunden. Er musste im Med Campus III ambulant versorgt werden. Er wurde zweimal genäht, hatte einen Splitter in der Lippe, eine Platzwunde am Kopf. Während der Schläge hat sich der 26-Jährige die Oberlippe durchbissen. Er kann derzeit weder essen noch trinken. Und alles nur, weil er schwul ist. „Im Krankenhaus habe ich sogar geweint, warum das jemand macht“, sagt er gegenüber GGG.at.

Noch im Krankenhaus wurde Anzeige gegen die unbekannten Täter erstattet. Auf sie wartet eine Anzeige wegen Körperverletzung. Ob es vom Tatort oder umliegenden Häusern Bilder einer Überwachungskamera gibt, ist noch nicht klar.

Update vom 2. Jänner: Wir haben den Namen zum Schutz des Opfers geändert und einige Einzelheiten aktualisiert.