„Transition“-Team bringt Brent-Corrigan-Drama „King Cobra“ nach Wien

Für die großen Filmverleihe zu heiß: Nun ist der Kult-Film im Schikaneder-Kino zu sehen

King Cobra
Edition Salzgeber

Offenbar ist den Filmverleihern die wahre Geschichte rund um den Pornostar Brent Corrigan zu heiß: Schwuler Sex, Pornos mit Minderjährigen und ein brutaler Mord – in Österreich ist „King Cobra“ mit Brent Corrigan nicht in den Kinos angelaufen. Nun bringt das Filmfestival „Transition“ im Rahmen ihrer „Queer Film Nights“ den Streifen für wenige Tage doch auf die Wiener Kino-Leinwand.

Sean Paul Lockhard, in dem Film vom ehemaligen Disney-Sternchen Garrett Clayton gespielt, war noch minderjährig, als er für den Schwulenporno-Produzenten Stephen das erste Mal vor der Kamera steht. Dieser wird von Christian Slater gespielt und ist an den realen Bryan Kocis angelehnt. Als Brent Corrigan wird der junge Bursche innerhalb von wenigen Monaten eine Legende.

Doch der Erfolg ruft auch Neider auf den Plan: Die „Viper Boyz“ Joe, gespielt von James Franco, und Harlow, gespielt von Keegan Allen, zwei Escorts und Möchtegern-Produzenten, wollen mit Brent ein „Millionen-Dollar-Video“ drehen. Als Stephen seinen Star nicht einfach so gehen lassen will, wird es blutig.

Der Film gilt als schwule Version von „Boogie Nights“

Von der Kritik wurde der Film hoch gelobt. Er gilt als schwule Antwort auf „Boogie Nights“. Der „Guardian“ meinte sogar, James Franco sei „in seiner verstörendsten Rolle seit ‚Spring Breakers‘“ zu sehen. Doch für die österreichischen Kinos war der Stoff offenbar zu speziell.

Dem hilft jetzt Transition nach. Noch bis Donnerstag zeigt das Team des queeren Filmfestivals die Geschichte jeden Tag im „Schikaneder“-Kino im 4. Wiener Gemeindebezirk. Am Dienstag und Mittwoch beginnt der Film im Rahmen der „Queer Film Nights“ um 21.00 Uhr, am Donnerstag um 19.00. Für alle, die einen schrägen Film über das Porno-Business mit genügend nackter Haut sehen wollen, ist „King Cobra“ auf alle Fälle ein Fix-Termin!