Bisexuelle Boxerin Nicola Adams wird Profi

In ihrer Heimat Großbritannien gilt sie als eine der wichtigsten LGBT-Personen

Nicola Adams
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Die bisexuelle britische Boxerin Nicola Adams wird nicht bei den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio teilnehmen. Das hat die 34-Jährige nun bekanntgegeben. Stattdessen geht sie unter die Boxprofis und möchte Frauenboxen populärer machen.

Sie habe deshalb schon einen Vertrag mit dem Box-Promoter Frank Warren unterzeichnet, so Adams. „Zusammen können wir mithelfen, Frauenboxen auf ein neues Niveau zu haben – ich kann nicht darauf warten, im April in den Ring zu steigen und daran zu arbeiten, Weltmeisterin zu werden.“ Ihr großes Vorbild sei Muhammed Ali gewesen, verrät Nicola Adams: „Nachdem ich ihn gesehen haben, wollte ich bei den Olympischen Spielen boxen und dann Profi werden.“

Bereits zuvor hat die 34-Jährige davon gesprochen, gerne die erste Boxerin zu werden, die einen Hauptkampf in Las Vegas boxt. Die Profi-Szene würde nur darauf auf einen großen Namen warten, „der auftaucht und die Türen öffnet“, erklärte Adams.

Nicola Adams war 2012 die erste offen lebende LGBT-Goldmedaillengewinnerin bei Olympia

Die Britin hat sich vor einigen Jahren in der Öffentlichkeit als bisexuell geoutet. Der „Independent“ bezeichnete sie im Jahr 2012 als einflussreichste LGBT-Person in Großbritannien. Nicola Adams hofft, dass der offener Umgang mit ihrer sexuellen Orientierung auch anderen hilft: „Ich würde gerne mehr für die LGBT-Community machen und versuchen, Leuten zu helfen. Wegen dem Training kann ich nicht so viel machen wie ich gerne würde“, erklärt sie.

Nicola Adams wurde 2012 in London und 2016 in Rio Olympiasiegerin im Fliegengewicht. Damit ist sie die erste offen lebende LGBT-Person, die Olympia-Gold gewann. Sie wurde 2016 Weltmeisterin im Fliegengewicht und 2008, 2010 und 2012 jeweils Vize-Weltmeisterin.