Italien: Pfarrer veranstaltete schwule Sex-Parties

Die Erzdiözese Neapel ist mit einem äußerst pikanten Skandal konfrontiert

Priester
Symbolbild - Fotolia

Santa Maria degli Angeli a Pizzofalcone ist eine wunderschöne Barockkirche in der italienischen Hafenstadt Neapel. Doch was dem Pfarrer dieser Kirche jetzt vorgeworfen wird, passt eher nicht in die getragene Atmosphäre des Sakralbaues: Er soll schwule Sexparties organisiert haben. Nun hat ihn der Erzbischof suspendiert.

Regionale Zeitungen berichteten eifrig über die Vorgänge im Pfarrhaus: Auslöser für die Affäre war ein anonymer Brief, den einem der drei Weihbischöfe des Erzbistums ins Haus flatterte. Darin wird dem Geistlichen vorgeworfen, über das Internet schwule Sexparties organisiert zu haben.

Jüngere Teilnehmer sollen auch Geld für Sex bekommen haben

Einige jüngere Teilnehmer sollen für ihre Teilnahme an diesen ungeistlichen Veranstaltungen auch bezahlt worden sein. „Ich habe nie nach Geld verlangt, er hat immer darauf bestanden, mir Geld zu geben, zum Schluss habe ich es genommen“, sagte ein 28-jähriger Teilnehmer an den Parties der Tageszeitung „Il Mattino“. Dabei handelte es sich um „zwanzig, dreißig Euro, jedes Mal, wenn wir uns trafen“.

Nun hat Kardinal Crescenzio Sepe, Erzbischof von Neapel, dem Treiben ein Ende gesetzt. Er habe „den Fall dem Kirchengericht anvertraut, um die Fakten festzustellen, wie es nach dem Codex des kanonischen Rechts erforderlich ist“, zitiert ihn die Tageszeitung „La Repubblica“. Gleichzeitig habe Sepe „bis zum Abschluss der Untersuchung den Priester von seinen Pflichten in der Pfarre enthoben“. Der Kardinal informierte den betroffenen Geistlichen persönlich von dieser Entscheidung.