Homosexualität „Modetrend“: Rick Perry als Minister bestätigt

Der ehemaliger Gouverneur vor Texas warnte vor einer "radikalen homosexuellen Bewegung"

Rick Perry
Gage Skidmore/Flickr - CC BY-SA 2.0

Der US-Senat hat Rick Perry, den ehemaligen Gouverneur von Texas, mit großer Mehrheit als Energieminister bestätigt. Er wurde am Donnerstag mit 62 zu 37 Stimmen bestätigt. Damit stimmten auch zehn Demokraten für den ultrakonservativen Politiker.

Nun wird der 66-Jährige jenes Ministerium leiten, das er 2011 während der Vorwahlen der Republikaner noch auflösen wollte. „Nachdem ich nun über so viele lebenswichtige Funktionen des Energieministeriums unterrichtet worden bin, bedauere ich, dass ich es abschaffen wollte“, so Perry kleinlaut im Jänner.

Stimmung gegen sexuelle Minderheiten aus Überzeugung

In seiner politischen Karriere hat Perry schon öfter Stimmung gegen sexuelle Minderheiten gemacht. Von 2000 bis 2016 war er Gouverneur von Texas. In dieser Funktion setzte er eine sehr konservative Agenda durch. So hat er beispielsweise im Jahr 2008 vor einer „radikalen homosexuellen Bewegung“ gewarnt. Weiters unterstützte er damals Organisationen, die eine „Heilung“ von Homosexualität anbieten.

Im Jahr 2012 wollte Rick Perry selbst Präsident der Vereinigten Staaten werden. Damals meinte er, es sei „etwas falsch in diesem Lande, wenn Homos offen in der Armee dienen können, aber unsere Kinder nicht offen Weihnachten feiern können“. Damit spielte er auf konservative „Fake News“ an, denen zufolge christliche Feste aus Rücksicht auf andere Konfessionen in der Öffentlichkeit nicht mehr erwähnt werden dürften.

„Man hat die Möglichkeit zu entscheiden, das nicht zu tun“

Ein Jahr später bezeichnete setzte er Homosexualität mit Sklaverei gleich und bezeichnete sie als „Modetrend“, den man ablehnen sollte. Und im Jahr 2014 verglich Rick Perry Lesben und Schwule mit Alkoholikern: „Man hat die Möglichkeit zu entscheiden, das nicht zu tun“, sagte er damals.

Rick Perry gab im September 2015 als erster von 17 Kandidaten der Republikaner den Präsidentschaftswahlkampf auf.