Trans-Ringer Mack Beggs hat eine kraftvolle Botschaft

"Ich will eine Stimme der Trans-Community sein"

Mack Beggs
Mack Beggs/Facebook

Wie unsinnig die Transgender-Gesetze in einigen US-Bundesstaaten sind, beweist der 17-Jährige Mack Beggs aus Texas. Er lebt seit Jahren als Bursche, bekommt die entsprechenden Medikamente und Hormone zur Geschlechtsanpassung – doch weil er als Mädchen geboren wurde, darf er im Schulsport nicht mit den anderen Burschen ringen. Und gewinnt – wenig überraschend – in seiner Klasse gegen alle Mädchen. Nun ist er texanische „Meisterin“ in der Klasse bis 50 Kilo.

Als Trans-Bursche muss er gegen Mädchen kämpfen und gewinnt jedes Mal

In der laufenden Saison hat Beggs noch kein einziges Match verloren. Und auch im Finale, das Ende Februar in Cypress stattgefunden hat, gewinnt er klar gegen Chelsea Sanchez mit 12:2. Zumindest ist sie gegen den 17-Jährigen angetreten: Vereinzelt haben Trainer schon vor Beginn des Kampfes das Handtuch geworfen und dem Trans-Burschen das Feld kampflos überlassen.

Das sorgt vor allem bei ehrgeizigen Trainern und Eltern für Empörung. Doch anstatt sich über die geltenden Regeln zu beschweren, wird der 17-Jährige zur Zielscheibe. Einige Eltern haben eine Klage gegen seine Teilnahme bei den Mädchen-Ringkämpfen eingereicht. Er stelle eine „unmittelbare gesundheitliche Bedrohung“ für seine Gegnerinnen dar, heißt es in der Klageschrift. Denn wegen seiner Geschlechtsanpassung nehme er auch Testosteron ein, so die Eltern. Doch das ist in Texas erlaubt, solange das Hormon von einem Arzt aus medizinischen Gründen verschrieben wurde.

„Meine Gegnerinnen haben mit mir kein Problem“

Mack Beggs, seine Eltern und die Trainer wollten nach dem Sieg zu diesem Thema keinen Kommentar abgeben. Gegenüber der „Teen Vogue“ erklärte der 17-Jährige allerdings: „Meine Teamkolleginnen, meine Gegnerinnen – sie haben damit kein Problem. Sie mögen mich als Mensch. Ich denke, das hat mehr mit den Eltern und Trainern zu tun – sie wollen es nicht verstehen. Die Angst vor dem Unbekannten und die Unfähigkeit, sich weiterzuentwickeln. Ich wollte immer ein Kämpfer für die Rechte sein, eine Stimme in der Trans-Community haben und in der Lage sein, für ihre Rechte und das, was sie tun, aufzustehen. Und das tun, was ich tue.“