[Video] Katy Perry hat Mädchen nicht nur geküsst – und dagegen gebetet

Offene Worte der Sängerin anlässlich einer Preisverleihung

Katy Perry
HRC/YouTube

Als Pfarrerstochter in einem christlich-fundamentalistischem Haushalt hat Katy Perry in ihrer Jugend in religiösen Sommercamps gegen Homosexualität gebetet – und das, obwohl sie selbst andere Mädchen nicht nur geküsst hatte. Das verriet die 32-Jährige, nachdem sie den „National Equality Award“ der LGBT-Bürgerrechtsorganisation „Human Rights Campaign“ (HRC) für ihren Einsatz für sexuelle Vielfalt und Gleichberechtigung erhalten hatte.

„Als ich aufgewachsen bin, war Homosexualität ein Synonym für ‚Abscheulichkeit‘ und die ‚Hölle‘“, erinnert sich Katy Perry an diese Zeit: „Also habe ich die meiste Zeit als ohnmächtige Heranwachsende damit verbracht, auf Jesus-Camps Homosexualität wegzubeten.“, Ihre Musikkarriere habe ihre Sichtweise geändert: „Ich habe mein Talent gefunden und mein Talent brachte mich mit Menschen außerhalb meiner Blase in Kontakt. Mein Weltbild begann zu bröckeln“, erinnert sie sich.

„Es ist nicht wichtig, wo du herkommst – sondern wo du hingehst“

In ihrer Rede erklärte Katy Perry auch, dass ihr Tophit „I kissed a Girl“ auf ihren persönlichen Erfahrungen basiere: „Um die Wahrheit zu sagen, habe ich mehr als nur geküsst. Aber wie konnte ich das damals vereinbaren mit dem gospelsingenden Mädchen, das in Jugendgruppen groß geworden ist, in denen man Homosexuelle konvertieren wollte?“

„Ich stehe hier als echter Beweis dafür, dass es nicht wichtig ist, wo du herkommst, sondern wo du hingehst“, so die 32-Jährige. Ein echter Wandel sei möglich, „wenn wir unseren Geist öffnen und unsere Herzen weich werden lassen“, so die „I kissed a Girl“-Sängerin. Heute ist sie eine leidenschaftliche Kämpferin für die Rechte sexueller Minderheiten. „Ich muss aufstehen für das, was sich für mich richtig anfühlt und das sind Gleichheit und Gerechtigkeit für alle. Punkt.“, so Katy Perry entschlossen.