[Video] So genial antwortete Xavier Bettel auf eine schwulenfeindliche Aufforderung

Seinen Partner als "politischen Mitarbeiter" verstecken? Nicht mit dem Premierminister aus Luxemburg...

Xavier Bettel
SIP/Thierry Monasse

Offen schwule oder lesbische Politiker haben es im Ausland nicht immer leicht. Ob homophobe Gesetze in den Zielländern oder ein überfordertes Protokoll – gerade in Spitzenpositionen kann das oft zu pikanten Augenblicken führen. Das weiß auch Xavier Bettel, seit 2013 Premierminister von Luxemburg.

Bei der Konferenz „Pride and Prejustice“ plauderte der Luxemburger Premier aus dem Nähkästchen

Auf der LGBT-Konferenz „Pride and Prejustice“, die vom Wirtschaftsmagazin „The Economist“ veranstaltet wurde, erzählte der 44-Jährige am letzten Donnerstag, wie er als Abgeordneter bei der Vorbereitung einer Auslandsreise diskriminiert werden sollte und sich mit einem einzigen Satz dagegen erfolgreich zur Wehr setzte.

Wie er auf der Keynote der Konferenz in London erzählte, wollte er seinen Partner und heutigen Ehemann Gauthier Destenay als Begleitung auf einer offiziellen Reise registrieren lassen. Doch die Organisatoren rieten ihm davon ab. Sie schlugen vor, ihn besser als „politischen Assistenten“ zu deklarieren.

Xavier Bettel wollte seinen Partnernicht als „persönlichen Assistenten“ mitnehmen

Das lehnte Bettel ab – mit der perfekten Begründung: „Ich habe lieber den Ruf, schwul zu sein, als den, mit meinen Mitarbeitern zu schlafen“, so der Politiker aus Luxemburg. Um welches Land es sich dabei handelte, verschwieg der heutige Premierminister diskret.

Der Ausschnitt aus der Rede wurde vom „Economist“ auf Twitter verbreitet. Dabei bekam der Politiker für seine Antwort jede Menge Lob. Er sei ein „wunderbares Vorbild“, schrieb ein User, ein anderer freute sich, dass es „noch immer integre Politiker“ gebe.

Xavier Bettel begann seine Karriere in der Luxemburger Lokalpolitik und war unter anderem Bürgermeister der Hauptstadt. Im Jahr 1999 zog er für die Liberalen ins Parlament des Großherzogtums ein. Seit 2013 ist er Premierminister. Ein Jahr später öffnete seine Regierung die Ehe für Lesben und Schwule. Im Jahr2015 heiratete er dann auch seinen langjährigen Partner Gauthier Destenay.