Brasilianische Bank feuert Mitarbeiter, weil er schwul ist

Als Banker war er einer der Besten - doch seine Vorgesetzten hatten trotzdem immer etwas an ihm auszusetzen

Symbolbild: Itau-Filiale in Sao Paulo
Symbolbild - Thomas Locke Hobbs/Flickr - CC BY-SA 2.0

In Brasilien soll ein erfolgreicher Banker entlassen worden sein, weil er schwul ist und in Sozialen Medien Fotos seiner Verlobung veröffentlicht hat. Das berichten brasilianische Medien.

Zehn Belobigungen in eineinhalb Jahren – und trotzdem wurde der Mann kritisiert

Mit der Leistung des Mannes, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, im Job dürfte der Rausschmiss nichts zu tun gehabt haben: Er arbeitete seit eineinhalb Jahren bei der „Banco Itaú“ und bekam in dieser Zeit insgesamt zehn Belobigungen, weil er die gesteckten Ziele erfüllt hatte.

Allerdings stichelten seine Vorgesetzten regelmäßig wegen seiner Homosexualität gegen ihn. Sie beschwerten sich über seinen Kleidungsstil und sie empfahlen ihm, nachdem er wieder für seine Leistungen ausgezeichnet wurde, doch „loszulassen“ – was immer sie damit meinten.

Verlobungs-Bilder aus dem Urlaub kosteten ihn den Job

Kurz, nachdem er aus dem Urlaub Bilder und Videos seiner Verlobung  auf Sozialen Medien veröffentlicht hatte, wurde er zu seinem Gebietsleiter zitiert – und gefeuert. Dabei hat ihm sein Vorgesetzter explizit gesagt, dass er entlassen werde, weil er schwul ist.

„Ich bin zutiefst empört, dass eine Bank dieser Größe Homophobie als Basis für eine Kündigung nutzt, im Gegensatz zu den Leistungen der Mitarbeiter“, empört sich der entlassene Banker in lokalen Medien. Er wolle nun dafür sorgen, dass „kein anderer LGBT-Angestellter jemals wieder so etwas durchmachen muss“.

Gewerkschaft bestätigt: Bank verhält sich nicht korrekt

Von der Bank gibt es keine offizielle Stellungnahme zu dem Vorfall. Der Gewerkschafter Fábio Pereira bestätigt aber, dass das Unternehmen dafür bekannt sei, Menschen aus fadenscheinigen Gründen zu feuern: „Das ist nicht das erste Mal, dass so etwas bei Itaú vorkommt, und wurde vor kurzem gemeldet, dass sie Menschen mit Behinderungen entlassen haben.“

Die Bank müsse „ihre Positionen überdenken und sicherstellen, dass so etwas nicht wieder geschieht“, mahnt der Gewerkschaftsvertreter.