Wien-Landstraße: Vier Somalier überfallen schwulen Landsmann

„Seine sexuelle Neigung sei eine Schande“, sagte einer der Beschuldigten der Polizei

Blaulicht
Symbolbild - Archiv

Wie erst jetzt bekannt wurde, haben vier Somalier Mitte Februar einen 19-jährigen Landsmann in Wien brutal überfallen und ausgeraubt, weil er schwul ist. Das berichtet die Wiener Polizei heute in einer Presseaussendung. Die Männer konnten nun gefasst werden.

Die Tat ereignete sich am 17. Februar gegen 22.30 Uhr. Teilweise maskiert verschafften sich die Männer gewaltsam Zutritt zur Wohnung des 19-Jährigen. „Sie bedrohten den Mann mit einer Gaspistole und schlugen auf ihn ein“, erklärte Polizeisprecherin Irina Steirer gegenüber der Online-Ausgabe der „Kronen-Zeitung“. Anschließend raubten sie ihm ein Handy, ein Tablet und diverse Kleidungsstücke.

Der überfallene Somalier erlitt bei dem Überfall mehrere Rissquetschwunden am Kopf. Er musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Das Opfer konnte einen der Täter wiedererkennen

Im Zuge der Ermittlungen zeigten die Polizisten dem 19-Jährigen mehrere Fotos von möglichen Verdächtigen, die bereits erkennungsdienstlich behandelt wurden. Dabei erkannte der Mann einen mutmaßlichen Angreifer wieder. Die Beamten des Landeskriminalamtes Wien konnten nun alle vier Männer nach umfangreichen Ermittlungen ausforschen und festnehmen.

Bei der Einvernahme gab einer der mutmaßlichen Täter zu Protokoll, dass der 19-jährige aufgrund seiner Homosexualität als Opfer ausgesucht wurde. „Seine sexuelle Neigung sei eine Schande“, zitiert die Polizeisprecherin den Beschuldigten. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung. Die vier Verdächtigen sind in Untersuchungshaft.