„Soundgarden“-Sänger Chris Cornell ist tot

Musiker starb überraschend im Alter von 52 Jahren

Chris Cornell
Jeff Lipsky/Universal Music

Chris Cornell, Sänger der US-Band Soundgarden ist tot. Das bestätigte sein Agent Brian Bumbery der US-Nachrichtenagentur AP. Er starb im Alter von 52 Jahren „plötzlich und unerwartet“ am Mittwochabend in Detroit.

Cornell zählte zu den Gründern der Grunge-Bewegung in den 1990er Jahren. Er war von 1984 bis zur Auflösung 1997 Sänger, Gitarrist und Hauptsongwriter von Soundgarden. Die Band wurde vor allem mit „Black Hole Sun“ und „Spoonman“ bekannt. Sie gehörte mit Nirvana und Pearl Jam zu den wichtigsten Vertretern des Grunge. Den Höhepunkt ihrer Popularität erreichte die Band 1994 mit dem Album „Superunknown“, das auf Platz Eins der Billboard-Charts einstieg. 2010 kam es zu einer Reunion von Soundgarden.

Im Jahr 2001 gründete er mit Tom Morello, Tim Commerford und Brad Wilk von Rage Against the Machine die Supergroup Audioslave. Die Band produzierte drei Alben und löste sich 2007 auf.

Als Solo-Künstler schrieb Chris Cornell einen Bond-Song

Daneben war er auch als Solokünstler erfolgreich. So hat er unter anderem für den James-Bond-Film „Casino Royale“ den Titelsong „You Know My Name“ geschrieben. Er veröffentlichte auch vier Soloalben, zuletzt 2015 das Album „Higher Truth“. Seine Stimme ging über vier Oktaven. Er war bis zuletzt als Musiker aktiv. Chris Cornell soll noch wenige Stunden vor seinem Tod aufgetreten sein.

Seine Frau Vicky und die Familie sind geschockt und werden bei der Suche nach der Todesursache eng mit der Gerichtsmedizin zusammenarbeiten, so Bumbery. Bumbery bat darum, die Privatsphäre der Familie zu wahren.