Bordell-Kunde bekommt Trans-Frau als Sexarbeiterin: Polizeieinsatz

Weil Kunde "eine Kleinigkeit mehr bekommen hatte, als er bestellt hatte", so die Polizei

Symbolbild: Bordell
Symbolbild - Fotolia/Kaspars Grinvalds

Ungewöhnlicher Einsatz für die Polizei im deutschen Bundesland Baden-Württemberg: Weil er offensichtlich ungewollt an eine Trans-Sexarbeiterin geraten war, rief der Kunde eines Bordells in Schwäbisch Gmünd die Beamten. Das berichtet das zuständige Polizeipräsidium Aalen.

Der Vorfall ereignete sich bereits letzten Mittwoch – jetzt wurde er öffentlich: Der Mann hatte im Bordell für Sex 50 Euro im Voraus bezahlt. Als er dann im Zimmer auf die Sexarbeiterin traf, stellte er überrascht fest, dass es sich dabei offenbar um eine Trans-Frau ohne geschlechtsangleichende Operation handelte.

Geld zurück, aber nicht alles – wegen der „noch unbeeinträchtigten Vorfreude“

Daraufhin wollte der Mann „sein Geld zurück, obwohl er ja eine Kleinigkeit mehr bekommen hatte, als er bestellt hatte“, wie es eher unsensibel in der entsprechenden Mitteilung der Polizei heißt. Doch die Betreiber des Bordells wollten ihm nur 30 Euro zurückgeben. Die restlichen 20 Euro wurden ihm für „die noch unbeeinträchtigte Vorfreude“ abgezogen, vermutet die Polizei.

Es kam zu einem Streit, der von der Polizei geschlichtet werden konnte. Worauf sich das Bordell und der Kunde geeinigt haben, ist der Pressemeldung nicht zu entnehmen.