[Video] Schwimmlegende Ian Thorpe wirbt mit Model-Freund für Ehe-Öffnung

Der australische Sportheld ruft dazu auf, sich für die Briefwahl registrieren zu lassen

Ian Thorpe und Ryan Channing
Marriage Equality Australia

Heute ist der letzte Tag, an dem sich Australier für die Briefwahl über die Öffnung der Ehe registrieren können. Nur, wer sich in die Liste der Teilnehmer eingetragen hat, kann im November über die Öffnung der Ehe mit abstimmen. Auch zahlreiche Prominente rufen dazu auf, sich registrieren zu lassen – und für die Ehe-Öffnung zu stimmen.

Ian Thorpe ruft dazu auf, sich für das Ehe-Referendum zu registrieren

Bekanntestes Gesicht ist dabei wohl die australische Schwimmlegende Ian Thorpe. Thorpe ist der bis heute erfolgreichste olympische Athlet Australiens. Neben dem Gewinn von insgesamt fünf Goldmedaillen bei Olympischen Spielen 2000 und 2004 stellte er auch 13 Weltrekorde auf.

Im Juli 2014 hat er sich während eines Fernsehinterviews als schwul geoutet. „Ich sage der Welt, dass ich schwul bin und ich hoffe, dass das die Dinge einfacher macht für andere“, erklärte er in einem Gespräch mit dem bekannten britischen Journalisten Sir Michael Parkinson.

In einem witzigen Spot mit seinem Partner zeigt er, wie einfach die Registrierung ist

Nun wirbt er gemeinsam mit seinem Partner, dem Model Ryan Channing, für eine Registrierung bei der Briefwahl über die Ehe-Öffnung. In dem witzigen Video zeigen sie, wie einfach die Registrierung über das Handy ist: Sie geht schneller, als Channing über 100 Meter schwimmen kann. „Jeder Australier sollte das Recht haben, für die Person, die er liebt, zu kämpfen“, fügt Channing nach seinen Runden hinzu.

Die Briefwahl ist ein Kunstgriff von Premierminister Malcom Turnbull, der eigentlich ein Referendum wollte – das aber an der Ablehnung der oppositionellen Sozialdemokraten scheiterte. Stattdessen gibt es nun eine Abstimmung per Post, deren Ergebnis für die Abgeordneten allerdings nicht verbindlich ist. Das sorgt in der Bevölkerung für Unmut – auch, wegen der Kosten von umgerechnet bis zu 82 Millionen Euro.

Durchgeführt wird sie nicht von der Wahlbehörde, sondern dem Statistikamt. Neben den Rohdaten will das Amt auch eine nach Bevölkerungsmerkmalen korrigierte Version veröffentlichten, wie man es von Erhebungen in der Marktforschung gewohnt ist. Damit könnte am Ende der Erhebung je nach Zählung ein Ja und ein Nein zur Öffnung der Ehe in Australien stehen.