Die Mutter von Jay-Z spricht über ihr Coming Out

So hat sie dem berühmten Rapper gesagt, dass sie auf Frauen steht - und so hat er reagiert

Jay-Z
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In seinem Song „Smile“ hat Rapper Jay-Z schon erwähnt, dass seine Mutter Gloria Carter lesbisch ist – nun hat sie es auch selbst bestätigt. Jahrelang hat sie ihre Homosexualität verschwiegen – auch ihrem eigenen Sohn. In einem Podcast erzählt sie nun, wie sie sich vor ihrem berühmten Sohn geoutet hat.

„Ich bin nicht nur deine Mutter, sondern auch diese Person, weißt du?“

„Mein Sohn und ich teilen uns vieles mit. So saß ich eines Tages da und begann auf einmal ihm zu erzählen, wer ich bin. Ich bin nicht nur deine Mutter, sondern auch diese Person, weißt du? Das ist das Leben, das ich lebe. Und dann schossen meinem Sohn die Tränen in die Augen. Er sagte: ‚Das muss ein schreckliches Leben gewesen sein, Mama‘. Ich erwiderte, dass mein Leben nie schrecklich war. Es war nur anders“, erinnert sich die Mutter des Rap-Superstars im Podcast D’USSE Friday an den entscheidenden Moment.

Dass sie ihrem berühmten Sohn aber erst so spät erzählt hat, dass sie das eigene Geschlecht liebt, lag nicht daran, dass sie sich dafür geschämt habe, betont sie in dem Podcast. „Wir haben einfach nie darüber gesprochen“, erklärt Gloria Carter. Irgendwann habe sie einfach genug von der Geheimniskrämerei gehabt.

Das Gespräch mit seiner Mutter inspirierte Jay-Z zu einem Song

Diese Unterhaltung brachte Jay-Z schließlich dazu, den Song „Smile“ für sein Album „4:44“ zu schreiben. „Mama hat vier Kinder, aber sie ist eine Lesbe. Musste sich so lange verstellen, dass sie zur Schauspielerin wurde. Musste es verbergen, sich behandeln lassen. Die Schande und der Schmerz waren zu schwer zu ertragen“, heißt es dort.

Als Gloria Carter den Song zum ersten Mal hörte, sei sie nicht überzeugt gewesen, erinnert sie sich. Nun ist sie aber am Ende des Liedes selbst zu hören: Nach dem Rap-Teil von Jay-Z ist ein Monolog seiner Mutter über ihr „Leben im Schatten“ zu hören.

Dass seine Mutter lesbisch ist, ist für den 47-jährigen Rapper übrigens kein Problem. Denn schließlich heißt es in dem Song auch: „Es ist mir egal, ob es ein er oder eine sie ist. Ich will dich einfach nur all den Hass hinfort lächeln sehen.“