Gründer von Escort-Webseite hat seine Haftstafe angetreten

Jeffrey Hurant, Gründer von rentboy.com, wurde zu sechs Monaten Haft verurteilt

rentboy.com
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Jeffrey Hurant, der ehemalige Geschäftsführer der Escort-Webseite rentboy.com hat seine Haft am Montag angetreten. Er wurde letzten Oktober schuldig gesprochen. Das Urteil, sechs Monate Haft, wurde im August verlautbart. Danach steht er ein Jahr unter Beobachtung. Seine Strafe sitzt er im Gefängnis von Otisville im Bundesstaat New York ab.

Für das FBI war rentboy.com eine Seite, die Prostitution und Geldwäsche förderte

Die Webseite ermöglichte es schwulen und bisexuellen Männern, sexuelle Dienstleistungen anzubieten. Für die amerikanische Bundespolizei FBI war das Förderung von Prostitution und Geldwäsche. Hurant und sechs seiner Angestellten wurden deshalb im August 2015 festgenommen, die Seite geschlossen.

Das Vorgehen der Behörden hat innerhalb der Community für große Diskussionen gesorgt. So wurden schnell Stimmen laut, dass rentboy.com geschlossen wurde, weil es schwulen Sex vermittelt hat. Ähnliche Angebote für heterosexuelle Männer wurden bis jetzt nicht verfolgt, so die Kritiker.

Richterin erkannte an, dass Hurant mit seiner Seite das Richtige tun wollte

„Der Fall hat mich viele Nächte wachgehalten“, gab auch die zuständige Bezirksrichterin Margo Brodie zu. Sie habe mehr als 70 Briefe bekommen haben, die sich für Jeffrey Hurant einsetzten. Zusätzlich zur sechsmonatigen Haftstrafe hat sie ihn zu einer Geldstrafe von 7.500 Dollar und einer Untersuchung seiner psychischen Gesundheit verurteilt.

Außerdem ordnete sie die Auflösung der Firma an, die rentboy.com betrieben hatte. In ihrer Urteilsbegründung betonte die Richterin auch, dass sie Hurant glaubte, dass er die Seite mit guten Absichten gründete. Die Anklagen gegen seine Angestellten wurden bereits im Vorfeld des Prozesses fallengelassen.

Vor seiner Verurteilung bestätigte Hurant noch einmal, dass er dachte, mit rentboy.com das Richtige zu tun – weil er es Sexarbeitern einfacher gemacht hat, ihrem Geschäft nachzugehen, und einen Ausbildungsfonds für Sexarbeiter eingerichtet habe.