Erzkonservativer US-Politiker beim Büro-Sex mit einem Mann erwischt

Nun muss Wes Goodman zurücktreten - sein Image als treusorgender Ehemann ist stark ramponiert

Wes Goodman
Republikaner Ohio

Er war einer der schärfsten Gegner von LGBT-Rechten im Abgeordnetenhaus von Ohio. Auf Twitter beschreibt er sich als „Christ. Amerikaner. Konservativer. Republikaner.“ Doch nun muss Wes Goodman zurücktreten. Der treusorgende Ehemann war erwischt worden, als er in seinem Abgeordnetenbüro Sex mit einem Mann hatte.

„Unangebrachtes Verhalten im Abgeordnetenbüro“ als Rücktrittsgrund

Gegenüber House Speaker Cliff Rosenberger, ebenfalls ein Republikaner, hat Goodman bereits zugegeben, vor einigen Wochen in seinem Büro einvernehmlichen schwulen Sex gehabt zu haben. „Ich wurde gestern Abend über Details benachrichtigt, die mit seiner Rolle betreffend unangebrachtem Verhalten in seinem Abgeordnetenbüro zu tun haben“, so Rosenberger am Mittwoch in einer Stellungnahme gegenüber der Lokalzeitung Columbus Dispatch.

„Ich habe mich später mit ihm getroffen, wobei er die Vorwürfe zugegeben hatte. Es war klar, dass sein Rücktritt die angebrachte Reaktion für ihn, seine Familie, die Wähler des 87. Abstimmungsbezirks und dieses Haus wäre“, so der House Speaker weiter. Gerüchte, dass es von dem intimen Zusammentreffen auch ein Video gäbe, wurden vom Büro des Speakers dementiert.

Nach dem Treffen gab Goodman bekannt, wegen „unangebrachten Verhaltens“ zurückzutreten: „Wir bringen alle unsere eigenen Kämpfe und Prüfungen ins öffentliche Leben. Das trifft auch für mich zu, und ich bedauere aufrichtig, dass meine Taten und Entscheidungen mich davon abgehalten haben, den Bewohnern meines Wahlkreises und unserem Staat auf eine Art zu dienen, die die besten Ideale eines öffentlichen Amtes widerspiegelt.“

Wes Goodman bittet nun darum, seine Privatsphäre zu wahren

Außerdem entschuldigt sich der 33-jährige Abgeordnete bei allen, die er durch sein Verhalten enttäuscht habe. „Da ich zum nächsten Kapitel meines Lebens weitergehe, ersuche ich um Wahrung der Privatsphäre für mich, meine Familie und meine Freunde“, so Goodman weiter.

Bereits in den Wochen zuvor war das Verhalten von Wes Goodman  Gesprächsstoff auf den Gängen des Parlaments von Ohio. Gerüchten zufolge habe er sich auch während seiner Zeit als Mitarbeiter des konservativen Abgeordneten Jim Jordan in Washington nicht immer so verhalten, wie man es von einem konservativen Republikaner erwarten würde.

Der schwule Sex im Büro hat kein rechtliches Nachspiel

Nach seiner Zeit als parlamentarischer Mitarbeiter war Goodman unter anderem Geschäftsführer des „Conservative Action Project“, wo er eigenen Angaben zufolge „den Kampf für konservative Prinzipien wie ein ausgeglichenes Budget, niedrigere Steuern, das Ende von Obamacare, Lebensschutz und Religionsfreiheit angeführt“ habe.

Der Ausrutscher des Abgeordneten wird rechtlich nicht verfolgt, da es sich um einvernehmlichen Sex handelte und der Mann weder ein Mitarbeiter noch ein Kollege von Goodman war.