Offen schwuler Paarläufer Eric Radford fährt zu Olympia

Gemeinsam mit seiner Partnerin Meagan Duhamel kämpft der zweimalige Weltmeister um Gold

Eric Radford und Meagan Duhamel
Eric Radford/Instagram

Kanada schickt einen offen schwulen Eiskunstläufer zu den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyoengchang. Am Samstag haben sich Eric Radford und seine Partnerin Meagan Duhamel für den Paarlauf qualifiziert.

Radford wollte sich schon vor den Olympischen Spielen in Sotchi outen

Radford war mit Duhamel schon bei den letzten Olympischen Winterspielen im russischen Sotchi im Jahr 2014. Dort erreichten sie den siebenten Rang. Damals war der heute 32-Jährige allerdings noch nicht in der Öffentlichkeit als schwul geoutet. Das hat der Eiskunstläufer erst fast ein Jahr später in einem exklusiven Interview mit dem Online-Magazin Outsports gemacht.

Dabei hat er sich überlegt, sich vor Sotchi zu outen und so ein Zeichen zu setzen: „Meine Angst war, dass ich als ‚der schwule Athlet‘ bekannt geworden wäre, wenn ich mich bei den Olympischen Spielen geoutete hätte, statt Eric, der Eiskunstläufer mit Medaille, der schwul ist Und mit der Bezeichnung hätte ich mich unwohl gefühlt“, sagte er im Gespräch mit Outsports. Doch diese Einstellung hat sich geändert.

„Wir wissen, was wir können“: Eric Radford auf Gold-Kurs

Kein Wunder, dass es für das Eiskunstlauf-Paar seit dem öffentlichen Coming Out gut lief: Im Jahr 2015 haben sie die Weltmeisterschaften in Shanghai gewonnen und verteidigten diesen Titel auch ein Jahr später in Boston. Nun freuen sie sich, ihr Können mit den Weltbesten in Südkorea unter Beweis zu stellen: „Wir wissen, was uns erwartet, so viel mehr als letztes Mal. Wir wissen, was wir können“, erklärt Eric Radford.

Und auch privat läuft alles für den Kanadier so, wie es sollte: Im Juni 2017 hat er in Aragon um die Hand seines Partners, den Spanier Luís Fenero, angehalten. Ein Foto vom Antrag teilte Radford auch auf Instagram. Ein Hochzeitstermin steht noch nicht fest.