USA: Amoklauf in Schwulenbar verhindert?

Schwer bewaffneter 27-Jähriger wollte in den Club und schrie homophobe Parolen

Grayson Wade Pittman
Raleigh Police Department

In Raleigh, der Hauptstadt des US-Bundesstaates North Carolina, konnte offenbar ein Anschlag auf einen LGBT-freundlichen Nachtclub verhindert werden: Der 27-jährige Grayson Wade Pittman versuchte, schwer bewaffnet in den Club zu kommen. Die Polizei konnte ihn daran hindern.

Mit einer Pistole, einem Messer und einem Taser wollte der 27-Jährige in den Nachtclub

Seit zwei Jahren gibt es das „Ruby Deluxe“, und man versteht sich als sicheren Ort für die LGBT-Community von Raleigh. Doch das gefiel Pittmann offenbar nicht: Er tauchte am Dienstag um 2.00 Uhr morgens vor dem Lokal auf und wollte hinein. Als der Türsteher ihm wegen seinem aggressiven Verhalten den Eintritt verweigerte, kam es zu einem Wortgefecht.

Plötzlich zog der 27-Jährige eine Pistole aus dem Holster und begann, homophobe Beleidigungen zu schreien. Daraufhin rief das Personal die Polizei. Sie fand bei Pittmann außer der Waffe auch noch ein Messer und einen Taser in seinem Rucksack. Informationen der Bar zufolge wollte er zuvor auch in andere Bars.

Für den Mann ist es bereits die zwölfte Festnahme in acht Jahren

Die Beamten nahmen Grayson Wade Pittman noch vor der Bar fest. Für die Polizei ist er kein Unbekannter: Es ist bereits seine zwölfte Festnahme seit 2010. Nun muss er sich wegen des verdeckten Tragens einer Waffe und ungebührlichem Verhalten vor Gericht verantworten.

Pittmann versuchte mittlerweile, die Wogen wieder zu glätten. Auf der Facebook-Seite der Bar schreibt er: „Ich möchte mich beim Ruby’s und dem Personal für meine Taten und gewählten Worte entschuldigen. Ich habe einen Fehler gemacht und ein sehr schlechtes Urteilsvermögen. Der Typ neben dem Türsteher hat mein Leben bedroht, nachdem ich einige unhöfliche Kommentare gemacht habe, weshalb die Dinge außer Kontrolle geraten sind. Es gibt keine Enschuldigung, was ich getan habe, war falsch und ich möchte mich entschuldigen.“

Doch das kann Tim Lemuel, der Besitzer des „Ruby Deluxe“, nicht wirklich beruhigen. „Ich bin so dankbar, dass er nicht in den Club gekommen ist“, sagte er dem Lokalsender ABC11. „Und in Zukunft werden wir eine Rucksäcke nicht mehr erlauben. Mir gehören drei Clubs im Raleigh und Rucksäcke werden in allen verboten werden, um sicherzustellen, dass so etwas nicht mehr passieren kann. Und wir raten jedem anderen, das vielleicht auch zu machen.“