Schwuler Serienmörder in Großbritannien gestorben

Er ermordete mehr als 15 Männer - und verging sich teilweise über Wochen an ihren Leichen

Gefängnis
Symbolbild - Fotolia

In Großbritannien ist am Samstag einer der berüchtigsten Serienmörder der Insel gestorben: Dennis Nilsen soll mindesten 15 junge Männer umgebracht und missbraucht haben. Nun starb er im Alter von 72 Jahren im Gefängnis.

Die Taten von Nilsen hielten Großbritannien in den späten 1970-er und den frühen 1980-er Jahren in Atem, die Details schockierten die Öffentlichkeit. So lockte Nilsen obdachlose oder schwule Männer in seine Wohnung in Muswell Hill im Norden Londons.

Er tötete seine Opfer, wusch sie und verging sich an den Leichen

Dort tötete er sie, indem er sie strangulierte oder ertränkte. Danach wusch er die Leichen, zog sie frisch an und ließ sie über Tage und Wochen in seiner Wohnung, wo er sich währenddessen an ihnen verging.

Bei seinen letzten Opfern zerteilte der Serienmörder ihre Leichen und spülte die Überreste in kleinen Teilen die Toilette herunter – bis der Abfluss außerhalb seiner Wohnung verstopfte. Das war sein Verhängnis: Der Installateur fand in den Rohren mehrere Stücke Fleisch und verständigte die Polizei. Als diese Nielsen befragte, gestand er bereitwillig zwei Morde.

Bereitwillig gestand der „Muswell Hill Murderer“ seine Taten

Im Jahr 1983 wurde Dennis Nilsen, der mittlerweile den Spitznamen „Muswell Hill Murderer“ verpasst bekam, schließlich zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht konnte ihm sechs Morde und zwei Mordversuche nachweisen. Allerdings gestand Nilsen zunächst mehr als 15 Morde an zumeist jungen Männern.

Er verbrachte die letzten 35 Jahre im Hochsicherheitsgefängnis von Full Sutton in der Grafschaft Yorkshire. Dort starb er am Samstag im Alter von 72 Jahren eines natürlichen Todes, wie die Gefängnisleitung nun bekanntgab.