Kuba: Tage gegen Homo- und Transphobie gehen zu Ende

Dieses Jahr wurde ein Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Vorurteilen in Schulen gelegt

Flagge von Kuba
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In Kuba gehen heute die elften Kubanischen Tage gegen Homophobie und Transphobie zu Ende. Initiiert wurden sie wie jedes Jahr durch das Nationale Zentrum für Sexualaufklärung (Cenesex) von Mariela Castro, der bekanntesten LGBT-Verbündeten des kommunistischen Staates.

Besonders die Erziehung ist wichtig, um Vorurteile abzubauen, sagt Mariela Castro

Ziel dieser Tage ist es, den Respekt für eine bewusste und verantwortungsvolle sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität auch im Sinne sozialer Gerechtigkeit zu fördern.
Einen besonderen Schwerpunkt legte die Kampagne dieses Jahr auf Schulen. Besonders die Erziehung sei wichtig, um Vorurteile abzubauen, betonte Castro auf einer Pressekonferenz. Auch an den kubanischen Schulen gebe es Fälle von physischer, verbaler und psychologischer Gewalt bei Schülern und Lehrern.

Daher gab es zur Sensibilisierung in den letzten Tagen Konferenzen, Workshops, Fotoausstellungen, Konzerte und Filmvorführungen. Zum Abschluss gibt es eine Parade im Stadtzentrum der Hauptstadt Havanna. Sie endet in einem Freizeitzentrum, wo eine Veranstaltung mit mehreren Künstlern geplant ist.

In Kuba gebe es nur wenige Studien zu Homo- und Transphobie, insbesondere über die Entstehung von Vorurteilen und Stereotypen im Zusammenhang mit Geschlechterrollen, so die Tochter des ehemaligen Staatspräsidenten.

Die Aktionstage gegen Homo- und Transphobie werden vom Staat unterstützt

Bei der Durchführung der Tage gegen Homo- und Transphobie in Kuba wird Cenesex von vielen staatlichen Stellen unterstützt, unter anderem durch die Kommunistische Partei, das Bildungsministerium, die Föderation der kubanischen Frauen, dem Dachverband der Gewerkschaften sowie anderen Institutionen und Organisationen der kubanischen Zivilgesellschaft.

Der neue kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel gilt als Unterstützer von LGBT-Rechten. So verteidigte er zuletzt eine Dissertation von Mariela Castros , in der es um die soziale Integration von Trans-Personen geht. Er unterstützte außerdem als er Sekretär der Kommunistischen Partei in der Provinz Villa Clara das LGBT-Kulturzentrum El Mejunje.