Virginia Ernst am Samstag beim LGBT-Straßenfest in Mariahilf

Ein breites Angebot erwartet die Gäste bei der traditionellen Veranstaltung

Straßenfest Mariahilf
Mario Kiesenhofer

Für Conchita Wurst war es einer ihrer ersten öffentlichen Auftritte: Am Samstag, dem 9. Juni, findet in der Otto-Bauer-Gasse bereits zum 13. Mal das Straßenfest „Andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf“ statt. Und auch dieses Jahr kann sich das Programm durchaus sehen lassen.

Virginia Ernst ist der Hauptact auf der Bühne

Das Bühnen-Programm startet um 14.00 Uhr und wird voraussichtlich bis etwa 20.00 Uhr dauern. Hauptact ist die offen lesbische und frisch verheiratete Charts-Stürmerin Virginia Ernst. Ihre Songs „Rockin“ und „Soldier“ wurden in kürzester Zeit zu Riesenhits, mittlerweile ist sie aus der österreichischen Musikszene nicht mehr wegzudenken.

So war Virginia Ernst im Jahr 2014 war die meistgespielte Sängerin im österreichischen Radio. Im Jahr darauf wurde sie beim Amadeus Austrian Music Award als Künstlerin des Jahres nominiert. Ihr Auftritt beim Straßenfest „Andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf“ soll gegen 18.30 Uhr beginnen.

Ein weiterer Act ist Chris Bertl. Seitdem er 2015 bei der ProSieben-Show „The Voice“ mitgemacht hat, erobert er mit seinem authentischen Glitzer-Schlager, Mundart-Pop und Hüttenkrachern die Bühnen im deutschsprachigen Raum. Außerdem sind Queerfunk und Chris Aguilar auf der Bühne zu sehen.

Zahlreiche Initiativen der Community stellen sich auf dem Straßenfest vor

Neben dem Show-Programm stehen zahlreichen Vereine und Initiativen der Community im Mittelpunkt des Festes. Über 30 Stände aus allen Bereichen des LGBT-Lebens werden bei „Andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf“ ihre Angebote und Informationen vermitteln.

Dazu gehören die Aids Hilfe Wien genauso wie die Beratungsstelle Courage, die HOSI Wien oder schwul-lesbische Sportvereine. „Eine in Wien einzigartige Möglichkeit sich einen kompletten Überblick der Initiativen zu verschaffen“, freut sich der offen schwule Bezirksvorsteher Markus Rumelhart.

Neugieriges Publikum von der Mariahilfer Straße ist herzlich willkommen

Eröffnet wird das Fest um 15.30 Uhr durch den für Antidiskriminierung zuständigen Stadtrat Jürgen Czernohorszky von der SPÖ und Rumelhart. Mit dem Fest setzt Mariahilf, der sechste Wiener Gemeindebezirk, ein Zeichen für ein respektvolles Miteinander und spricht sich gegen Homo- und Transphobie aus.

„Unsere Vision einer weltoffenen Gesellschaft gründet auf Wertschätzung, Anerkennung und gleichen Rechten. Menschenrechte sind universell und unteilbar“, erklärt Rumelhart in diesem  Zusammenhang: „Homo- und Transphobie haben bei uns keinen Platz!“

Die Konzeptionierung des Festes als Straßenfest am Nachmittag und direkt an der Mariahilfer Straße, Österreichs größter Einkaufsstraße, sollen garantieren, dass zahlreiche Besucher mit den LGBT-Themen in Berührung kommen, was zum Abbau von Vorurteilen und Grenzen beitragen soll.