[Video] „Nimm das, Trump!“ US-Politiker küsst seinen Mann in Werbespot

Zu sehen war die Werbung für Rich Madaleno ausgerechnet auf Trumps Lieblingssender Fox News

Rich Madaleno
Madaleno for Maryland

Mit einem ungewöhnlichen Werbespot erregt der US-Demokrat Rich Madaleno derzeit viel Aufmerksamkeit: Der 52-Jährige, der Gouverneur im Bundesstaat Maryland werden möchte, küsst darin seinen Mann Mark. Und um besonders viele Konservative zu ärgern, lief der Spot auch noch in Trumps Lieblings-Nachrichtensender Fox News.

Rich Madaleno präsentiert nicht nur seine Erfolge, sondern auch seinen Ehemann

Der 30 Sekunden dauernde Spot beginnt wenig spektakulär. Zunächst berichtet er von den Verdiensten Madalenos als Senator und macht klar, dass er sich als Gegenpol zur Trump-Regierung sieht: So war er beim Verbot von Sturmwaffen in Maryland beteiligt, konnte das elitäre Voucher-System von Bildungsministerin Betty DeVos für die öffentlichen Schulen des Bundesstaates abwenden und setzt sich für eine fortschrittliche Politik bei Sexualaufklärung ein.

Doch am Ende des Spots gibt es eine überraschende Wendung: Da fragt Madaleno die Zuschauer: „Was ist der beste Weg, um Donald Trump und die Republikaner wütend zu machen?“ Dann dreht er sich zu seinem Ehemann und küsst diesen. Um dann hinzuzufügen: „Nimm das, Trump!“ – was dann auch zum Motto der Kampagne wird. Zu sehen war der Spot während einer von US-Präsident Donald Trump gern gesehenen Nachrichtenshow des konservativen Senders Fox News.

Der erste Politiker, der mit einem gleichgeschlechtlichen Kuss wirbt

Nach Einschätzung der Tageszeitung USA Today ist Rich Madaleno damit der „wohl erste Politiker, der in einem Wahlwerbe-Spot bei einem gleichgeschlechtlichen Kuss zu sehen ist“. Zahlreiche Medien in den USA und dem Ausland berichteten bereits über den Spot – Aufmerksamkeit hat der Gouverneurs-Kandidat damit also gewonnen.

Am 26. Juni finden die Vorwahlen der Demokratischen Partei für den Gouverneursposten in Maryland statt. Gewinnt Madaleno, tritt er gegen den republikanischen Amtsinhaber Larry Hogan an. Die Chancen für einen Sieg sind vorhanden: Bei der Präsidentschaftswahl vor zwei Jahren hatte Hillary Clinton den Staat klar für sich gewonnen.