Gewerkschaft und SPÖ hissen Regenbogenflaggen

Deutlich sichtbare Unterstützung für die LGBT-Community

Regenbogenflagge
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Am Samstag hat in Wien die Vienna Pride gestartet: Eine Woche lang ist die Stadt ganz im Zeichen des Regenbogens. Höhepunkt ist die Parade am 16. Juni. Und auch Parteien und Organisationen zeigen ihre Solidarität: So haben der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) und die SPÖ heute an ihren Hauptsitzen Regenbogenflaggen gehisst.

ÖGB: „Vielfalt in der Arbeitswelt ist Garant für Unternehmenserfolg und gutes Arbeitsklima“

„Vielfalt in der Arbeitswelt ist der Garant für Unternehmenserfolg und ein gutes Arbeitsklima“, so Bernhard Achitz, Leitender Sekretär im ÖGB: „Wir stehen für eine völlige Gleichstellung von LSBTIQ-Personen – ohne Wenn und Aber. Weder im Alltag noch in der Arbeitswelt dürfen Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert und benachteiligt werden“.

Und er erklärt weiter: „In vielen Unternehmen ist Vielfalt gelebte Normalität, dennoch sehen sich LSBTIQ-Personen noch immer Verächtlichmachungen und Diskriminierung am Arbeitsplatz ausgesetzt. Hier spielen die Arbeitgeber eine zentrale Rolle in der Frage, welches Klima in einem Betrieb herrscht. Sie bestimmen wesentlich mit, inwieweit ein respektvoller Umgang im Unternehmen herrscht und ob Diskriminierung toleriert wird oder nicht.“

Auch vor der SPÖ-Zentrale in der Löwelstraße weht die Regenbogenflagge

Und auch die SPÖ hat gemeinsam mit der sozialdemokratischen LGBT-Organisation SoHo an der Parteizentrale in der Löwelstraße die Regenbogenfahne aufgezogen. „Am Samstag ziehen wieder knapp 200.000 Menschen über den Ring und setzen damit ein lautes Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Akzeptanz. Gerade in Zeiten wie diesen ist das wichtiger denn je – als Sozialdemokratie werden wir auch in Zukunft ein Gegenmodell zu all jenen bilden, die unsere Gesellschaft spalten und Gruppen auseinanderdividieren wollen!“, so die stellvertretende SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Brunner.

„Wir sind stolz auf die Vielfalt in unserer Stadt und stehen im Kampf gegen Diskriminierung und Ausgrenzung und für echte Gleichstellung an der Seite der LGBTIQ-Community!“, ergänzt der für Antidiskriminierung zuständige SPÖ-Stadtrat Jürgen Czernohorszky.

Bürgermeister Ludwig am Mittwoch am Pride Village, SPÖ-Chef Kern bei der Paraden-Abschlusskundgebung

Bakri Hallak, Vorsitzender der SoHo Wien, betont, dass der Kampf um die volle Gleichstellung sexueller Minderheiten noch lange nicht vorbei ist: „Auch nach der Öffnung der Ehe für Alle durch den Verfassungsgerichtshof gibt es für uns noch viel zu tun. Als Regenbogenhauptstadt bildet Wien gerade deshalb auch ein Gegenmodell zur schwarz-blauen Bundesregierung und steht für ein diskriminierungsfreies Leben für alle Menschen in unserer Stadt!“

Beide Organisationen sind auch am Samstag bei der Regenbogenparade vertreten und setzen damit „ein starkes Zeichen für eine Kultur der Solidarität, Akzeptanz und Gleichberechtigung“, wie es seitens des ÖGB heißt. Am Mittwoch wird Bürgermeister. Michael Ludwig das Pride Village am Rathausplatz  besuchen. Am Samstag nimmt auch Christian Kern wieder an der Abschlusskundgebung der Regenbogenparade teil.