Krätze (Skabies)

Scabies (Krätze)
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Durch Hautkontakt, infizierte Kleidung, Polstermöbel oder Tiere

Kleine rote, stark juckende Bläschen und Flächen; vor allem zwischen den Fingern, in der Genital- und Analgegend, in der Achselhöhle, rund um die Brustwarzen und an den inneren Handgelenken. In den Mitten der Bläschen ist ein kleiner schwarzer Punkt erkennbar. Starker Juckreiz.

Gut behandelbar; wie bei Filzläusen Haut und Wäsche gut reinigen und täglich wechseln. Nicht kratzen. Naturheilmittel wirken eher nicht. Unter Umständen wird Krätze auch von Fachärzten falsch diagnostiziert.

Eigentlich handelt es sich bei Krätze nicht um eine Krankheit im engeren Sinn, sondern um einen Milbenbefall. Allerdings sind die Milben mit bloßem Auge nicht sichtbar. Die Weibchen legen nachts, wenn Du im warmen Bett liegst, bis zu 3 Eier unterhalb der Haut ab. Nach zehn Tage sind die Eier dann zu geschlechsreifen Milben herangewachsenIn diesem Fall: Kleidung und Bettwäsche täglich wechseln, auskochen oder die entsprechenden Kledungsstücke zumindest einige Tage in einem verschlossenen Plastiksack lagern. An drei aufeinanderfolgenden Nächten Jacutin auftragen (am Besten auch auf dem Rücken), am nächsten Morgen die Rückstände mit lauwarmem Wasser abspülen. Wärme, heißes Wasser oder Föhnen der Haare vermeiden.Auch Gebrauchsgegenstände reinigen, da die Milben auch ohne Körperwärme ein paar Tage überleben können. Auch nach der Jacutin-Therapie kann die Haut oft wochenlang weiterjucken, da sie durch die Behandling sehr geschädigt wurde. Neben Jacutin hilft auch das Insektengift Lindan. Eine weitere Alternative wäre eine Salbe mit Benzylbenzolar. In Vorbereitung ist auch eine Tablette, die ursprünglich als Rinderentwurmungsmittel entwickelt wurde.Da die Krätzmilbe auch unter dem Mikroskop oft nicht erkennbar ist und einige Ärzte auch glauben, es gebe die Krätze in unseren Breiten nicht mehr, wird sie nicht immer richtig diagnostiziert.