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Papst Franziskus trifft Apple-Chef Tim Cook

Bei Homo-Rechten haben beide Männer total konträre Ansichten

Franziskus - Archiv

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25.01.2016 | 16:31 | von Chris Karnak

Am Samstag hat Papst Franziskus im Vatikan den offen schwulen Apple-Vorstandsvorsitzenden Tim Cook empfangen. Auch, wenn das Gespräch vertraulich war: Wenn es um die Rechte von Lesben und Schwulen geht, gibt es bei den beiden Männern jeweils sehr unterschiedliche Ansichten.

So hat Papst Franziskus erst letzte Woche vor Mitgliedern des vatikanischen Ehegerichts klar gemacht: „Es kann keine Verwechslung geben zwischen der Familie, die Gott will, und jeder anderen Art der Gemeinschaft. Die Familie, gegründet auf der unauflöslichen Ehe, die verbindet und Vermehrung ermöglicht, ist ein Teil des Traums Gottes, und das ist für die Kirche die Rettung der Menschheit.“

Anders hingegen Tim Cook: Der offen schwule Apple-Chef setzt sich auf der ganzen Welt für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern ein. Erst vor kurzem hat er klargemacht, dass der Kampf für die Rechte sexueller Minderheiten noch nicht vorbei ist: „Diskriminierung verschwindet nicht einfach. Sie muss zurückgedrängt werden, man muss sich ihr stellen, sie muss überwunden und dann unten gehalten werden“, so Tim Cook.

Es ist das zweite Treffen innerhalb einer Woche, das Papst Franziskus mit einem Tech-Leader abhält. Zuvor hat er sich bereits mit Eric Schmidt, dem Vorsitzenden der Google-Mutter Alphabet, getroffen.