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Islamische Religionslehrerin will Schwule verbrennen lassen

'War lange in der Nähe von Mekka und hat Gespür verloren, was man bei uns sagen kann'

Schule - Archiv

15.11.2012 | 12:08 | von Andreas Markus

Eine in Österreich lehrende islamische Religionslehrerin sorgt mit ihren Aussagen zu Homosexualität für Aufregung. Wie der „Standard“ berichtet, soll die Frau im Religionsunterricht unter anderem behauptet haben, Homosexuelle sollten verbrannt werden.

Außerdem soll sie ihren Schülern erklärt haben, das Schwarze Meer sei die umgedrehte Hölle, in der Homosexuelle zu Tausenden liegen. Gegenüber der „Standard“-Journalistin Anna Strümpel hat die Lehrerin diese Aussagen nicht dementiert, möchte aber nicht zitiert werden.

Zur Zeit unterrichtet sie zwei Klassen mit etwa einem Dutzend Schülern. Eine Schülerin hat diese Aussagen der Direktion gemeldet, diese habe aber nicht darauf reagiert. Der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (iGiÖ) sind die Ansichten der Lehrerin bekannt. Dem „Standard“ gegenüber möchte man sich aber erst „nach einem ausführlichen Gespräch mit ihr“ dazu äußern. Die iGiÖ vermutet, dass die Frau nach einem jahrelangen Aufenthalt in der Nähe von Mekka „das Gespür dafür verloren hat, was man in einer westlichen Gesellschaft sagen kann“.

Nun fordert Niko Alm, Vorsitzender der Konfessionsfreien, die Lehrerin vom Unterricht abzuziehen und eine Klage wegen Verhetzung in Erwägung zu ziehen. Zu den homophoben Äußerungen der Lehrerin sagt er dem „Standard“, diese seien „Aberglaube und Unsinn“.

In Österreich unterrichten etwa 430 islamische Religionslehrer. Die meisten von ihnen liefern einen tadellosen Unterricht ab. Beispiele wie jener der nun kritisierten Religionslehrerin sind Einzelfälle.

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