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04.12.2009 12:20

Nepal ermöglicht Homo-Ehe am Fuß des Mount Everest

Land will mit Homo-Hochzeiten Wirtschaft ankurbeln

 

Die Regierung von Nepal hat nun erlaubt, gleichgeschlechtliche Ehen am Himalaya schließen zu dürfen. Der Antrag dazu kam vom ersten offen schwulen Mitglied des Parlaments von Nepal, Sunil Babu Pant. Er betreibt auch das erste Reisebüro für Lesben, Schwule und Transgender, die in Nepal heiraten und ihre Flitterwochen verbringen wollen.

"Gleichgeschlechtlichen Paaren, die eine Hochzeit haben wollen, an die sie sich ein ganzes Leben erinnern, bieten wir eine Zeremonie am Basislager des Mount Everest an", so Pant über das Ja-Wort auf 5.545 Meter Höhe. Auch eine Hochzeit in Mustang, der nördlichsten Provinz Nepals, die einst Teil des historischen Königreiches von Tibet war, ist möglich: "Wir bieten aufwändige Brautumzüge auf dem Rücken eines Elefanten an, und ein glanzvolles Paket, das ein exotisches Brautkleid genauso beinhaltet wie das Make-up", freut sich Pant über seine Leistungen.

Mit den Angeboten will Pant, der auch die Homosexuellenbewegung in Nepal begründet hat, Arbeitsplätze für Lesben und Schwule schaffen, die sonst aufgrund ihrer sexuellen Orientierung keinen Job in dem kleinen Land am Fuß des Himalaya bekommen würden.

Im November 2008 hat das Oberste Gericht von Nepal mehr Rechte für Lesben und Schwule eingefordert. Seitdem beschäftigt sich eine siebenköpfige Kommission mit dem Thema. Die Ehe wird für gleichgeschlechtliche Paare vermutlich mit Inkrafttreten der neuen Verfassung im Mai 2010 geöffnet - dann ist Nepal das einzige Land im Süden Asiens, das Homosexuellen so viele Rechte zugesteht.

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