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Symbolische schwul-lesbische Massenhochzeit am Samstag in Kuba

Mariela Castro will in Havanna ein Zeichen setzen

Kubanische Flagge - Archiv

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06.05.2015 | 16:04 | von Michael Pfeffer

In Kuba könnte es bald zu einer schwul-lesbischen Massenhochzeit kommen: Mariela Castro, Tochter von Präsident Raul Castro und Unterstützen von LGBT-Rechten in dem kommunistischen Land, möchte am Samstag eine entsprechende Zeremonie durchführen.

Mariela Castro erklärte, die Zeremonie sei von der Massenhochzeit von mehr als 100 Paaren inspiriert, die letzten Juni bei der World Pride in Toronto stattfand. Während der Havanna Pride sollen gleichgeschlechtliche Paare heiraten - allerdings nur symbolisch, denn die Ehe wurde in Kuba noch nicht für schwule und lesbische Paare geöffnet. Noch würden die Kubaner eine völlige Gleichstellung nicht unterstützen, meint die Präsidententochter. „Es gibt die Angst, dass das die kubanische Gesellschaft auseinander reisst“, erklärt sie.

Castro, die das Nationale Zentrum für Sexualerziehung leitet und Mitglied der Nationalversammlung ist, hat allerdings gesagt, dass ihr Vater eine Öffnung unterstütze.„Wir können keine Hochzeit feiern, aber wir möchten eine sehr feierliche Zeremonie der Liebe mit einigen religiösen Führern durchführen“, erklärte sie. Dann fügte sie hinzu: „Schauen wir, was wir zukünftig mehr machen können.“

Denn wenn es um die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender geht, ist Kuba dank Mariela Castro auf der Überholspur. Im Jahr 2012 hat Revolutionsführer Fidel Castro, ihr Onkel, erstmals zugegeben, dass Homosexuelle nach der kommunistischen Revolution im Jahr 1959 in Arbeitslager gesteckt wurden. Im letzten Jahr wurde ein Diskriminierungsschutz für Lesben und Schwule am Arbeitsplatz eingeführt. Doch Mariela Castro stimmte dagegen: In dem Gesetz war nämlich kein Schutz für Transgender vorgesehen.

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