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Betatscht und mit Steinen beworfen: Transphober Angriff in Dortmund

18-jähriger mutmaßlicher Angreifer als Intensivtäter bekannt

Sujetbild: Blaulicht - Archiv

Sujetbild: Blaulicht - Archiv
12.01.2016 | 16:24 | von Andreas Markus

In Dortmund ist es am vergangenen Wochenende zu einem transphoben Angriff gekommen: Drei junge Männer haben die Frauen Sonntag früh gegen 2.50 Uhr vermutlich zwei Transgender-Frauen, die im Polizeibericht als „männliche Transvestiten“ bezeichnet wurden, beschimpft, sexuell belästigt und mit Steinen beworfen.

Die Tat ereignete sich im Bereich der Stein- und Leopoldstraße. Die beiden Angegriffenen, 37 und 50 Jahre alt, sagten aus, dass ihnen die drei Männer vom Wallbereich aus gefolgt sei. Als sie auf gleicher Höhe waren, habe das Trio begonnen, sie laut Polizeibericht „auf unflätigste Art und Weise auf Arabisch“ zu beschimpfen und ihnen zu verstehen gegeben, dass man „solche Personen“ wie sie steinigen solle.

Da die 50-Jährige allerdings ebenfalls arabisch spricht, habe sie auf die Beleidigungen entsprechend geantwortet. Daraufhin hätten die Tatverdächtigen, junge Männer im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, Kieselsteine aus einem Beet genommen und die Frauen damit beworfen. Einer Betroffenen fassten zwei Tatverdächtige an die Brüste und zogen sie an den Haaren.

Die beiden Opfer wehrten sich, als eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife auf den Vorfall aufmerksam wurde. Erst als die Beamten einschritten, ließen die drei Burschen von den beiden ab. Die Transgender wurden bei dem Vorfall nicht ernsthaft verletzt, für die mutmaßlichen Täter ging es auf die Polizeiwache.

Dort stellte sich heraus, dass der 18-Jährige den Behörden bereits als Intensivtäter bekannt ist. Er wurde einem Haftrichter vorgeführt und ist nun in Untersuchungshaft. Auch der 17-Jährige ist polizeibekannt. Er blieb vorerst in Gewahrsam und wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Der 16-jährige Bursch wurde in die Obhut seiner Eltern übergeben.

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