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Bareback-Pornodarsteller steckt Kollegen und Date mit HIV an

Zuständige Behörde macht klar: Tests alleine schützen in der Erotikbranche nicht vor einer Infektion

Symbolbild - Archiv

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16.02.2016 | 16:49 | von Andreas Markus

Einem Bericht des US-amerikanischen Center for Disease Control (CDC) soll ein schwuler Bareback-Pornodarsteller sowohl Kollegen als auch Dates mit HIV angesteckt haben. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes gab die Behörde keine Namen bekannt.

Wurde negativ getestet, obwohl er es nicht mehr war

Der 25-Jährige wurde 2014 negativ auf HIV getestet, so das CDC. In den Wochen nach dem Test hatte er mit 17 Männern Bareback-Sex, daunter auch 12 andere Pornodarsteller. Infiziert hatte sich der Mann nach den Recherchen der Behörde durch einen privaten Sexualkontakt.

"Der Darsteller, der innerhalb der vergangenen 14 Tage durch einen Nucleic Acid Amplification Test (NAAT) negativ gestestet wurde und sich seiner HIV-Infektion nicht bewusst war, hat einen anderen Darsteller angesteckt und einen Partner außerhalb der Arbeit", so der Bericht.

Bei dem Darsteller, dem Mann, der ihn infiziert hat und den beiden Männern, die er angesteckt hat, wurden genetisch zusammenhängende HIV-Stämme festgestellt. Damit ist der Fall die "erste gut dokumentierte HIV-Ansteckung im Arbeitsumfeld bei männlichen Erotikdarstellern", so das CDC.

Kondome und PrEP können Pornodarsteller wirksam schützen

Der Fall zeigt, dass regelmäßige HIV-Tests von Pornodarstellern diese nicht vor einer Infektion schützen können. Das CDC empfiehlt Kondome sowie die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) als wirksamen Schutz vor einer Ansteckung mit HIV in der Pornoindustrie.

"Erotikdarsteller und Produktionsfirmen, medizinisches Personal und alle Menschen, die einem HIV-Risiko ausgesetzt sind, sollten sich darüber im Klaren sein, dass ein Test alleine nicht ausreicht, um eine HIV-Infektion zu verhindern", machen die im CDC tätigen Ärzte in dem Bericht klar. Kondome würden zuständigen Schutz bieten - weiters sollten Darsteller und "alle Personen, die in ihrem beruflichen oder privaten Umfeld dem Risiko einer HIV-Infektion ausgesetzt sind, mit ihren medizinischen Kontaktpersonen die Verwendung einer PrEP diskutieren", so der Bericht weiter.

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