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Wie sage ich’s den Eltern?

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Du weißt schon lange, dass du schwul bist. Deinen Freunden hast du es auch schon erzählt, nur deine Eltern wissen noch nichts davon.

Ihnen zu sagen, dass du aufs eigene Geschlecht stehst, ist meistens der schwierigste Teil im eigenen Coming Out. Aber: Geschickt angegangen, wird dieser Schritt zumindest etwas leichter.

  • Sei dir nicht so sicher, dass deine Eltern absolut ahnungslos sind. Vor allem Mütter haben oft eine erstaunliche Begabung, wenn es darum geht, zu erkennen, dass ihr Sohn schwul oder ihre Tochter lesbisch ist. Oute dich auf jeden Fall erst dann, wenn du dich reif genug dafür fühlst: Wenn Dein inneres Coming Out abgeschlossen ist, fällt es dir auch leichter, auf die Fragen deiner Eltern einzugehen.
  • Teste anfangs einmal die Reaktion deiner Eltern. Fast täglich gibt es die Gelegenheit, mit den Eltern ungezwungen über dieses Thema zu reden: Immer wieder outen sich Stars oder thematisieren ihre Homosexualität. Aus solchen Gelegenheiten aber abzuleiten, wie sich deine Eltern wirklich verhalten könnten, ist aber auch nicht möglich: Ein Schwulenwitz ist schnell erzählt, ohne sich dabei groß Gedanken zu machen.
  • Warte die richtige Situation ab. Es ist sicher mutig, sich bei der Goldenen Hochzeit deiner Großeltern vom Tisch zu erheben und stolz zu verkünden „Ich bin schwul“ – klug ist es trotzdem nicht. Warte, bis du und deine Eltern Zeit haben. Nach dem Outing brauchen Eltern meistens viel Zeit, um zu lernen, wie man mit dieser Situation umgeht. Und die haben sie nicht, wenn eine halbe Stunde später Besuch vor der Tür steht.
  • Rechne mit allem. Wie deine Eltern im ersten Moment reagieren, sagt nichts über ihr langfristiges Verhalten aus. Spiele vor dem Gespräch sämtliche Situationen durch und überlege dir, wie du reagierst.
  • Sag’ deinen Eltern, dass du ihnen vertraust. Erkläre ihnen, dass dein Coming Out ein großer Vertrauensbeweis ist. Sag’ ihnen auch, wie schwer dieser Schritt für dich ist. Besser ist es auf jeden Fall, sie erfahren es von dir als von jemand anderem.
  • Du musst dich nicht rechtfertigen. Du bist schwul – das ist eine Tatsache. Lasse dich deshalb nicht auf verhörähnliche Gespräche, Vorwürfe oder Leidensmonologe ein. Auch Diskussionen über dein Sexualleben oder diverse Sexualpraktiken sind in dieser Situation unangebracht. Sag’ deinen Eltern, dass du lieber über deine Wünsche und Gefühle sprechen möchtest.
  • Besorge dir vorher Infomaterial. Damit können sich deine Eltern dann in Ruhe mit dem Thema auseinandersetzen. Speziell dafür geeignete Broschüren gibt es bei den Beratungsstellen, die du im Adressteil von GGG.at findest.
  • Lass dich nicht verunsichern. Wenn deine Eltern nicht so reagiert haben, wie du es gehofft hast, schlag’ ihnen vor, gemeinsam zu einer Beratungsstelle mit psychologisch geschultem Personal zu gehen. Psychiater oder Sexualtherapeut sind auf jeden Fall nicht die richtigen Ansprechpartner. Und entscheide selbst, wem du von deiner Homosexualität erzählst, und wem nicht.

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Links zum Thema

  • Wenn Kinder homosexuell sind Die wichtigsten Antworten und Tipps für Eltern, erschienen im Deutschen „Familienhandbuch“ familienhandbuch.de

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