Schweden: Lesbenclub diskriminiert Männer

Ein Stockholmer Lesbenclub muss sich vor dem schwedischen Gleichberechtigungs-Ombudsmann verantworten, weil Männer keinen Zutritt zu Veranstaltungen des Clubs haben.

Ein Mann hat Clubchefin Marie „Mirre“ Ejebratt angezeigt, weil er im August während des Stockholmer Gay Pride nicht zum „Mädchenabend“ des Clubs in einem öffentlichen Restaurant eingelassen wurde. Und jemandem wegen seines Geschlechts den Zutritt zu einer Ausschakstätte zu verweigern, gilt in Schweden als Diskriminierung.

Ejebratt kann die Anzeige nicht verstehen: „In homosexuellen Kreisen wenden sich Lesben an Lesben und schwule Männer an schwule Männer. Bei einem lupenreinen Mädchenabend will niemand einen Mann treffen.“

Anderen Männern hat an diesem Abend diese Erklärung gereicht – sie haben Hinweise auf entsprechende Alternativen dankend angenommen. Das größte Problem bei allgemeinem Einlass wären laut der Clubchefin herumfummelnde Hetero-Männer.