Schweden schiebt Schwule in den Iran ab

Die schwedischen Behörden schieben schwule Asylwerber wieder in den Iran ab. Nach Meinung der Regierung in Stockholm haben Schwule im Irak keine Probleme, wenn sie ihre Homosexualität nicht „übermäßig“ zur Schau stellen.

Damit endet ein vor gut einem Jahr erlassenes Moratorium auf Abschiebungen. Es war erlassen worden, weil zwei Jugendliche wegen ihrer Homosexualität hingerichtet wurden. Jetzt hat die iranische Botschaft in Stockholm den Schweden versichert, dass Schwule nicht exekutiert werden. Für amnesty international ist die Aufforderung, versteckt zu leben, „zynisch“.

Sören Andersson von der Homosexuellen-Initiative RFSL empört sich: „Die Regierung will diese Menschen zurückschicken und hofft einfach, dass alles gut läuft und die Männer nicht exekutiert werden“. Bereits in Kürze soll ein in Schweden lebender Schwuler in den Irak abgeschoben werden.