Anti-Homo-Aktivist leitet lettischen Minderheiten-Ausschuss

Janis Šmits möchte die Familie schützen und Schwulen-Paraden verbieten

Den Bock zum Gärtner dürfte das lettische Parlament gemacht haben. Trotz heftiger Proteste wurde Janis Šmits zum Vorsitzenden des unter anderem für die Rechte sexuelle Minderheiten zuständigen Menschenrechtsausschusses gewählt.
Nach seiner Wahl sagte das Pastor, er werde sich am verfassungsrechtlich verankerten „Schutz der Familie“ orientieren. Šmits ist einer der bekanntesten Aktivisten gegen sexuelle Minderheiten in Lettland – er hat sich massiv für ein Verbot der „Pride“-Parade in Riga eingesetzt.
Kritik an dieser Entscheidung kommt vom Europarat: Generalsekretär Terry Davis hat die Wahl kritisiert und ist sehr beunruhigt. In einer Aussendung am Dienstag hat er den lettischen Abgeordneten ins Gewissen geredet, dass der internationale Ruf ihres Landes auf dem Spiel steht.