George W. Bush will Einreiseverbot für HIV-Positive aufheben

Seit 1993 dürfen HIV-positive Ausländer nicht in die Vereinigten Staaten einreisen. Das will George W. Bush jetzt zumindest für Touristen und Geschäftsreisende ändern.

„Der Präsident setzt sich dafür ein, die Diskriminierung von Menschen, die mit HIV und Aids leben, zu beenden“, so eine zum Welt-Aids-Tag veröffentlichte Pressemitteilung. Durch einen Präsidentenerlass will Bush Positiven die Einreise mit einem 60-Tage-Visum ermöglichen. Gültig sind diese Erlässe immer nur während der Amtszeit des Präsidenten, sein Nachfolger müsste den Erlass dann erneuern.

Experten begrüßen den Erlass. Wegen des Verbotes fand seit 1990 keine Aids-Konferenz mehr in den USA statt. Weiters lassen sich durch die derzeit gültige Regelung viele Einwanderer nicht auf HIV testen, weil ein positiver Test eine Abschiebung zur Folge haben könnte. Bei den Gaygames 2006 in Chicago wurde die Regelung bereits für zwei Wochen außer Kraft gesetzt, Positive mussten allerdings ihren Status offenlegen.

Weitere Länder, die die Einreise von HIV-Positiven verbieten, sind zum Beispiel Thailand, Südkorea und die Fidschi-Inseln.