USA: Viele junge Lesben und Schwulen obdachlos

Fast die Hälfte der bis zu 1,6 Millionen Obdachlosen unter 21 Jahren soll schwul, lesbisch oder transsexuell sein. Das geht aus einer Untersuchung der National Gay and Lesbian Task Force und der Obdachlosen-Hilfsorganisation National Coalition for the Homeless hervor.

Rund ein Viertel der schwulen oder lesbischen Jugendlichen ist nach seinem Coming Out von den Eltern vor die Tür gesetzt worden, geht aus der Studie hervor. Damit sind die Unter-21-Jährigen besonders gefährdet: Die Chance, auf der Straße eine psychische Störung oder Krankheiten wie AIDS zu bekommen, ist besonders hoch. Viele prostituieren sich für einen sicheren Schlafplatz. Deshalb müsste es mehr spezielle Notunterkünfte für Lesben und Schwule geben – derzeit stehen zum Beispiel in New York nur 65 Betten speziell für homosexuelle Obdachlose zur Verfügung.