Prokop-Tod: Kritische Töne von HOSI Wien

In einer Aussendung bezeichnet Bettina Nemeth, Obfrau der HOSI Wien, die bisherigen Nachrufe und Beileidsbekundungen als „übertrieben und sachlich keineswegs gerechtfertigt“. „Bei allem Verständnis für die Betroffenheit angesichts ihres Todes darf nicht in Vergessenheit geraten, dass der Name Prokop für eine menschenverachtende Verschärfung des Asyl- und Fremdenrechts steht“, so Nemeth.

Durch das unter Prokop verabschiedete Aufenthaltsgesetz 2005 seien zahlreiche Lesben und Schwule „in die Emigration gezwungen“, weil sie nicht mit dem gleichgeschlechtlichen Partner aus einem Nicht-EWR-Land in Österreich zusammenzuleben könnten, so HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler.