HOSI Wien: Partnerschaften nicht vor dem Notar!

Gegen die Möglichkeit, Eingetragene Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare auch nur vor dem Notar zu beurkunden, wehrt sich die HOSI Wien: "Abgesehen von den Mehrkosten für die Paare würde eine solche Vorgangsweise eine Diskriminierung bedeuten. Wir bestehen daher auf einer staatlich anerkannten Partnerschaft mit einer staatlichen Eintragung an den dafür prädestinierten Standesämtern. Alles andere wäre eine rechtliche Anerkennung dritter oder vierter Klasse. Es gibt auch kein einziges ausländisches Beispiel, wo eine EP mit weitgehender Gleichstellung mit der Ehe, wie wir sie fordern, nicht am Standesamt eingegangen wird.", so HOSI-Wien-Obfrau Bettina Nemeth.
Und HOSI-Wien-Obmann Christian Högl ergänzt: "Wir wollen nicht, dass sich Lesben und Schwule homophoben und inkompetenten NotarInnen aussetzen müssen. Es besteht auch überhaupt kein Grund, dieser Berufsgruppe eine neue Einkommensquelle zuzuschanzen. Auch Lesben und Schwule zahlen Steuern und sollten daher Anrecht darauf haben, die öffentliche Verwaltung inklusive Standesämter wie alle anderen StaatsbürgerInnen in Anspruch zu nehmen."