ÖVP geht auf Lesben und Schwule zu

Im Zuge ihrer inhaltlichen Neuausrichtung geht die ÖVP auf die Lesben und Schwulen zu. Josef Pröll, Landwirtschaftsminister und Leiter der ÖVP-internen Perspektivengruppe, und Generalsekretär Hannes Missethon trafen heute Vertreter der HOSI Wien. Die ÖVP-Vertreter betonten die „freundliche Atmosphäre“, machten aber keine inhaltlichen Zugeständnisse.

Für Generalsekretär Missethon ist die Ehe zwischen Mann und Frau „unantastbar“, auch eine Adoption kommt für ihn nicht in Frage. Ob für die ÖVP eine Eingetragene Partnerschaft möglich wäre, ließ Missethon offen.

Dass eine standesamtliche Ehe mit der ÖVP nicht zu machen sei, sah auch der streitbare HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler ein. Er setzte sich für eine Eingetragene Partnerschaft ein, die aber am Standesamt geschlossen werden müsse und möglichst die gleichen Rechte und Pflichten haben sollte wie die Ehe.

Die offizielle Position der ÖVP sollte bis zum Herbst abgeklärt sein. Eines ist für den ÖVP-General aber klar: „Die Homo-Ehe kommt nicht in Frage“.