HOSI Wien gegen Homo-Ehe

Mißtrauisch ist die HOSI Wien, was eine Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule ist. So sei sie zwar nicht grundsätzlich dagegen, Ute Stutzig von der HOSI Wien betont: „wir sehen wenig Sinn darin, solange die rechtlichen Rahmenbedingungen der Ehe nicht reformiert werden. Nicht zuletzt aufgrund der Scheidungsbestimmungen – ein/e Partner/in kann im Normalfall die Scheidung bis zu drei Jahre, unter besonderen Umständen bis zu sechs Jahre blockieren – wäre eine Eheschließung für Lesben und Schwule wohl kaum attraktiv. Was hätten wir davon, wenn die Ehe geöffnet wird, sie dann jedoch kaum jemand in Anspruch nehmen wollte? Gleichstellung kann ja kein reiner Selbstzweck sein.“

Diese Meinung hat auch pragmatische Gründe: „Solange mit der EP die gleichen Rechte und Pflichten wie mit der Ehe verbunden sind, muss die EP für uns nicht ‚Ehe‘ heißen. Aber abgesehen davon wird die ÖVP der Öffnung der Ehe ja nie zustimmen – daher ist unter den gegebenen Mehrheitsverhältnissen im Nationalrat eine Diskussion darüber ohnehin müßig und akademisch.“, ergänzt Stutzig.

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