US-Generalstabschef bedauert homofeindliches Zeitungsinterview

US-Generalstabschef Peter Pace bedauert seine Äußerungen über Homosexualität, mit denen er er eine Welle der Empörung losgetreten hat: In einem Zeitungsinterview mit der Chicago Tribune hat er gesagt: „Ich glaube, dass homosexuelles Verhalten zwischen zwei Personen unmoralisch ist und dass wir dies nicht stillschweigend dulden sollten.“

Derzeit gilt in der US-Armee das „Don’t Ask, Don’t Tell“-Prinzip: Lesben und Schwule dürfen offiziell nicht dienen, es darf aber nicht nach der sexuellen Orientierung der Soldaten gefragt werden, und sie sollen von sich aus nicht darüber reden.

Die Aussage von Pace wurde von SLDN, einer Organisation, die sich für die Rechte von Lesben und Schwulen in der US-Armee einsetzt, kritisiert: „Unmoralisch ist, unsere nationale Sicherheit aufgrund von Vorurteilen zu gefährden. General Paces Kommentare waren unverantwortlich, verletzend und ein Schlag ins Gesicht der homosexuellen Männer und Frauen, die ihrem Land mit Mut und Ehre dienen.“ Schätzungen zufolge dienen bei den US-Streitkräften 65.000 Lesben und Schwule. In einer offiziellen Mitteilung meint Pace jetzt: „Ich hätte mich weniger auf meine persönlichen moralischen Ansichten konzentrieren sollen.“