Strache gegen Homo-Ehe und Adoption

Heinz-Christian Strache, FPÖ-Bundesparteiobmann, hat sich in einer Pressekonferenz deutlich gegen die Ehe von gleichgeschlechtlichen Partnern ausgesprochen. „Diese diene als Speerspitze für Linkslinke zur Änderung der traditionellen Familienstruktur“, heißt es in der entsprechenden Presseaussendung.

In ähnlich deutlichen Worten geht es weiter: „Die FPÖ als letzter und wahrer Hüter des traditionellen Familienbildes lehne jegliche Form der ‚Eheschließung‘ von gleichgeschlechtlichen Paaren ab“, wird Strache zitiert. Dafür gibt der geschiedene Parteichef sehr deutlich sein Familienbild preis: Ehegatten seien zur Treue verpflichtet, der „anständigen Begegnung“ oder zum gemeinsamen Wohnen.

Grammatikalisch und inhaltlich verwirrend heißt es in der FP-Presseaussendung wörtlich „Der wohl schwerwiegendster Eingriff in das Familienrecht wäre das festgelegte Recht auf Adoption für verheiratete Ehepaare.“ Ob die FPÖ jetzt generell gegen Adoption durch verheiratete Paare ist, lässt der Text offen.

Dass mit diesen Aussagen gleichgeschlechtliche Paare diskriminiert werden, glaubt die FPÖ nicht: „Eine Diskriminierung könne in diesem Fall nicht vorliegen, da man nur Gleiches mit Gleichem und Ungleiches mit Ungleichem vergleichen könne.“