HOSI Linz zweifelt an Kdolskys Durchsetzungsfähigkeit

Wiederholt fordert Gesundheits- und Familienministerin Andrea Kdolsky von der ÖVP die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare. Die HOSI Linz zweifelt, ob sie mit dieser Forderung bei ihrer eigenen Parteispitze, vor allem Noch-Obmann Wolfgang Schüssel und Justizsprecherin Maria Fekter, Gehör finden wird.

„Ich begrüße natürlich jede positive Stimme in der ÖVP und halte Frau Ministerin Kdolskys persönliches Bemühen durchaus für glaubwürdig, bezweifle aber dass die Frau Ministerin in ihrer eigenen Partei genug AnhängerInnen für diesen erneuten Vorstoß finden wird“ , so HOSI-Linz-Vereinssprecher Gerhard Friedinger.

Einzig der Klubobmann der steirischen Volkspartei, Christopher Drexler, freut sich bislang innerhalb der ÖVP über die klare Stellungnahme von Andrea Kdolsky. Drexler sehe es als „eine Frage der Zeit, bis es auch innerhalb der ÖVP eine Mehrheit für eingetragene Partnerschaften gibt.“

Da das Regierungsübereinkommen eine Gleichstellung der Partnerschaften nicht enthält, sei es wohl eher die persönliche Meinung der Ministerin, als der politische Wille der ÖVP, so die HOSI Linz. „Frau Ministerin Kdolsky soll doch lieber erstmal die eigene Partei überzeugen und mit den zuständigen MinisterkollegInnen Gespräche führen, als öffentliche Ankündigungen zu machen, die zwar schön anzuhören sind, deren politische Umsetzung aber eher unwahrscheinlich ist“ , so Friedinger.