FPÖ gegen „Homo-Ehe light“

Gut 280 Euro ist die Eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare wert – das ist nämlich der Standardtarif für die Veröffentlichung einer so umfangreichen Meldung im Original-Text-Service der APA.

Inhaltlich bieten die Aussagen nichts Neues: Von der ehemaligen angeblichen Familienpartei ÖVP sei nichts mehr übrig, jammert Strache, man versuche sich dem „Zeitgeist der linken Schickeria á la Glawischnig“ anzugleichen.

Als „letzter und wahrer Hüter des traditonellen Familienbildes“ lehne die FPÖ jede Form der Eheschließung von gleichgeschlechtlichen Paaren ab.

Dass mit einer Eingetragenen Partnerschaft weniger Rechte verbunden sind als mit der Ehe, ist für die Blauen kein Argument: Schließlich hätten auch diese Partner dann Unterhaltsanspruch und wären im Erbrecht besser gestellt. Auch dass sich gleichgeschlechtlich eingetragene Paare mitversichern lassen können und eine Hinterbliebenenpension beziehen könnte, stößt Strache sauer auf. Pikates Detail: Die FPÖ spricht in ihrer Aussendung von einer „Witwenpension“ – als ob es auch bei Hetero-Paaren keine Witwer gäbe. Stattdessen empfieht Strache schwulen und lesbischen Pärchen eine Lebensversicherung.

In anderen Situationen sind für die FPÖ „vertragliche Vollmachten“ ausreichend – zum Beispiel bei der Entscheidungsgewalt bei medizinischen Notfällen oder gegenseitige Betreuungsverfügungen für „betagte Paare“, so die Freiheitlichen.

„Die Familie ist die zentrale Erscheinungsform der menschlichen Gesellschaft. Sie ist nach wie vor für das Gemeinschaftswesen und damit für den Staat von großer Relevanz. Aus diesen Gründen hat sich der Staat bestimmte Dinge vorbehalten, die als Familienrecht bezeichnet werden und Ehepaaren dienen sollen“, erklärt der gelernte Zahntechniker Strache abschließend die Prinzipien der österreichischen Rechtsordnung.