Tolar kritisiert Missethon

Kritisch sieht SoHo-Vorsitzender Günter Tolar den neuen Vorstoß der ÖVP zur Eingetragenen Partnerschaft: „Der Vorschlag stellt ein neues Rechtsinstrument für alle Lebensgemeinschaften dar, das einer Reformierung des Eherechtes gleichkommt. Eine solche Reform ist zwar notwendig, sollte allerdings nicht ‚aus gegebenem Anlass‘ auf dem Rücken der Homosexuellen gebastelt werden“, so Tolar.

Außerdem befürchtet er eine weitere Aufblähung des Verwaltungsapparates. „Solange uns die Notariatslösung nicht die ‚Eingetragene Partnerschaft‘ mit allen Rechten und Pflichten zu gleich Kosten bringt, bleibt es bei unserer Forderung: ‚Eingetragene Partnerschaft‘ – vor dem Standesamt“, betont Tolar.

Weiters ärgert sich Tolar darüber, wie ÖVP-intern mit dem Vorschlag Missethons umgegangen wurde: Dass der ÖVP-Generalsekretär von ÖAAB-Chef Amon in die Schranken gewiesen wurde und Missethon seinen Vorschlag gleich nach der Veröffentlichung als „Zwischenstand der ÖVP-Perspektivengruppe“ relativierte.

„Der Weg zur Gleichbehandlung Homosexueller scheint noch weit zu sein. Erfreulich ist trotzdem, dass Diskussionen stattfinden, es werden noch viele weitere folgen müssen. Wir sind dazu bereit.“, lädt Tolar den Koalitionspartner ein