Moscow Pride: HOSI Wien fordert Konsequenzen

“Nachdem – wie bereits im Vorjahr – die Gay-Pride-Parade in Moskau von Bürgermeister Jurij Luschkow nicht genehmigt wurde und – ebenfalls wie im Vorjahr – ein ganz offensichtlich vom Putin-Regime und der Moskauer Exekutive geduldeter Mob auf die Organisatoren der Parade und ausländische Gäste losgelassen wurde, fordern wir endlich auch Konsequenzen seitens der österreichischen Politik”, erklärt HOSI-Wien-Generalsekretär Kurt Krickler, der die Ereignisse in Moskau als Augenzeuge miterlebte: “Die Organisatoren der Parade und ausländische Gaste, darunter Abgeordnete des italienischen, deutschen und Europa-Parlaments, wurden ja durch die Bereitschaftspolizei OMON und den gewalttätigen Mob daran gehindert, Luschkow eine von zahlreichen Abgeordneten des Europäischen Parlaments unterschriebene Protestresolution gegen das Verbot der Parade zu überreichen.”

Weiters empört sich Krickler, „dass Putin bei seinem Staatsbesuch in Österreich von allen Spitzenpolitikern Österreichs sowie von der gesamten Wirtschaft des Landes hofiert wurde, ohne dass die Menschenrechtssituation in Russland ernsthaft angesprochen wurde”.

Als Zeichen der Solidarität endet die heurige Regenbogenparade in Wien vor dem Russendenkmal. HOSI-Wien-Obmann Christian Högl: „Das Denkmal steht ja als Symbol für Befreiung, ursprünglich natürlich für die Befreiung vom Nazi-Regime, aber die HOSI Wien wird es heuer durch die Kundgebung davor gleichsam zum Mahnmal für die – allerdings noch zu erkämpfende – Befreiung von Russlands Lesben, Schwulen und Transgender-Personen umfunktionieren.”