Eingetragene Partnerschaft auch in Liechtenstein?

Die liechtensteinische Homosexuellen-Organisation Flay möchte – wie in der Schweiz – ein Partnerschaftsgesetz, das schwulen und lesbischen Beziehungen einen rechtlichen Rahmen gibt und Diskriminierungen gegenüber heterosexuellen Partnerschaften beseitigt. Dabei geht es vor allem um Themen wie eine gemeinsame Wohnung, Erbrecht oder auch das Besuchsrecht des Partners im Krankenhaus.

Bereits im Jahr 2001 hat Flay zusammen mit der sozialen Partei „Freie Liste“ eine parlamentarische Initiative eingereicht. Vom Landtag wurde diese jedoch verworfen. Seither ruht bei der Regierung der Auftrag, einen neuen Vorschlag zu unterbreiten – getan hat sich nicht viel. Im Oktober soll das Thema im Parlament noch einmal aufgegriffen werden.

Um diesmal mehr Chacen zu haben, rief Flay die knapp 35.000 Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner dazu auf, den beiden regierenden Landtags-Parteien „Vaterländische Union“ und „Fortschrittliche Bürgerpartei“ Postkarten zu schicken. Diese sollen dazu aufrufen, einem Partnerschaftsgesetz zuzustimmen. Mit Erfolg: Bei den Fraktionspräsidenten sollen täglich Postkarten eintreffen.